Die gut besuchte erste Sitzung fand Samstag, 17. Januar, statt. Die nächsten sind für den 24. und 31. Januar jeweils ab 19.11 Uhr geplant, die letzte Sitzung am 7. Februar ist bereits ausverkauft.
Mit insgesamt 45 Aktiven auf und hinter der Bühne werden die Abendsitzungen komplett aus eigenen Reihen gestaltet. „Selbst der Älteste, Matthes (85), sitzt bei uns an der Kasse und verkauft Eintrittskarten für spontane Besucher“, betont Stefan Lennartz von der KG Hehler. Und mit dicken vier Stunden Programm werden die Zuschauer gut unterhalten. Lennartz selbst tritt etwa als Rentner auf, eine Schulklasse aus den 70er-Jahren ist zu sehen und die Hehler Friends reisen in das Jahr 1927, um die erste Karnevalssitzung zu erleben. Schließlich feiert die KG Hehler aktuell ihr Bestehen seit jecken 9 x 11 Jahren. Was sich jedoch nicht so ganz einfach gestaltet. Beim Tanz der Funkengarde geht auch nicht alles so glatt, wie man es von anderen Garden gewohnt ist. Aber das männliche, bärtige „Funkemariechen“ schafft es tatsächlich, einen Offizier hochzuheben. Irgendwas ist da vertauscht.
Die Reise mit einem Traumschiff bietet auch einige Überraschungen. Auf dem Schiffsklo wird ein Nutzer, der wirklich sehr dringend auf das stille Örtchen möchte, mit einem „All-you-can-piss“-Angebot konfrontiert. Auch werden die männlichen Gäste beim Einchecken auf das Schiff gefragt, ob sie ein Onanierzimmer benötigen. Beim Mädelsabend in einer Kabine zelebrieren die vier Frauen eine Kochshow, als wäre es ein Fußballspiel, bei dem die Männer alles kommentieren. „Nein, der wird doch jetzt nicht Petersilie dazugeben?“ Bier und Fangesang fehlen dabei auch nicht.
Das Bestellverhalten von Männlein und Weiblein am Pool wird aufs Korn genommen. „Fünf Bier!“, rufen die Jungs, während sich die Mädels nicht so leicht entscheiden können. „Haben Sie Cola Zero?“ „Nein“, antwortet der Kellner. „Warum nicht?“, lautet die Frage. „Ich bin nur der Kellner“, die Antwort. Eine komplizierte Bestellung und ebenso komplizierte aufgeteilte Abrechnung. „Das ist wie im wahren Leben“, lacht eine Besucherin. Beim anschließenden „Bella Napoli“ steht der Saal, auch auf den Stühlen, und alle singen mit.