
Die Roosters spielten mutig und kämpften – am Ende aber konnten auch sie die Kölner Haie nicht bezwingen. Die greifen jetzt auch die längste DEL-Siegesserie an.
Der 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)-Sieg am Sonntag gegen die Iserlohn Roosters war für die Kölner Haie der 14. in Folge. Die Siegesserie ist die längste der Kölner Vereinsgeschichte und sorgt dafür, dass die Haie mit 14 Punkten Vorsprung schier uneinholbar auf Platz eins thronen. Gegen mutig spielende Roosters machten einmal mehr die Abgeklärtheit vor dem Tor und das starke Kölner Powerplay den Unterschied.
Iserlohn mit den ersten Chancen, Köln trifft in Überzahl
Iserlohn kam gut in die Partie und verbuchte auch die ersten Chancen. Daniel Fischbuch scheiterte früh an Janne Juvonen. Und auch als wenige Minuten später Christian Thomas alleine auf das Kölner Tor zu lief, blieb der KEC-Goalie der Sieger. Auf der anderen Seite versuchte es Jan Luca Sennhenn mal aus der Distanz. Bei seinem strammen Schuss war Andreas Jenike jedoch mit der Fanghand zur Stelle.
Insgesamt aber kamen die Haie vor 18.600 Zuschauern in der ausverkauften Arena nur schwer in Fahrt. Nach zehn Minuten lagen sie sowohl in Sachen Torschüsse als auch in der Zweikampfstatistik hinten. Obwohl die Haie für ihre Verhältnisse kein besonders gutes Drittel spielten, gingen sie dennoch in Führung. Dominik Bokk traf nach 15 Minuten in Überzahl und zeigte einmal mehr, dass in dieser Saison das beste Powerplay der Liga aus Köln kommt.
Die Iserlohner dagegen konnten schon seit einigen Spielen kein Powerplay-Tor mehr verbuchen – und ließen auch im ersten Drittel gegen Köln die einzige Überzahlsituation ungenutzt. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Veli-Matti Vittasmäki taten sich die Gäste extrem schwer, Druck aufzubauen. Mehr als eine Halbchance durch Anthony Camara sprang nicht heraus. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung der Haie in die erste Drittelpause.
Haie kontern Iserlohner Anschlusstreffer
Im Mitteldrittel machten die Kölner etwas mehr Dampf und hatten mit Tanner Kero die große Chance auf das 2:0. Kero bekam den Puck aber nicht schnell genug unter Kontrolle und kam mit der Rückhand nicht an Jenike vorbei. Aber auch die Roosters blieben mutig, Thomas etwa tauchte plötzlich direkt vor Juvonen auf, der Goalie aber konnte seinen Schuss blocken. In der Folge ließen die Haie zwar in Überzahl weitere Tormöglichkeiten aus, allerdings nur, um drei Sekunden nach Ablauf der Strafe doch noch auf 2:0 zu erhöhen. Nate Schnarr legte den Puck an Jenike vorbei ins Netz.
Unverdrossen probierten es die Roosters weiter. Beim nächsten Abschluss von Eirik Salsten war noch der Schläger von Kölns Oliwer Kaski im Weg. In der 34. Minute aber gelang den Iserlohnern doch der Anschluss. Wieder einmal war es der beste Roosters-Schütze Fischbuch. Diesmal bugsierte er den Puck unter dem Schoner von Juvonen hindurch ins Tor. Für Fischbruch war es bereits der 16. Saisontreffer.
Auch die Chance auf den Ausgleich war da, blieb jedoch ungenutzt. Und so zeigten die Kölner, warum sie derzeit das Maß aller Dinge sind. Sie brauchen einfach nur ganz wenige Gelegenheiten, um ein Tor zu erzielen. Nur drei Minuten nach dem Fischbuch-Treffer stellte Louis-Marc Aubry den alten Abstand wieder her. Dabei blieb es bis zur Pause.
Zweimal Pfosten und ein Empty Netter
Im Schlussdrittel machten es die Kölner clever, hielten die Gäste stark vom eigenen Kasten weg. Zwar brachten auch sie kaum nennenswerte Torchancen zu Stande, doch wer wollte ihnen das angesichts der 3:1-Führung verdenken. In der 50. Minute hätte Gregor MacLeod den Sack zumachen können, doch der Kölner traf unbedrängt den Puck nicht richtig. Den Roosters, die auch ihre zweite Überzahlsituation nicht für einen Treffer nutzen konnten, rannte die Zeit davon.
Iserlohns Daniel Fischbuch (l.) im Zweikampf gegen Kölns Veli-Matti Vittasmäki
Die letzten sechs Minuten hatten es dann nochmal in sich. Zunächst klatschte ein Schuss von Fischbuch an den Pfosten und auch die Haie scheiterten einmal am Gehäuse. Dann kam Iserlohn doch nochmal ran, Robin Norells Schuss sprang an den Schlittschuh von Moritz Müller und von dort ins Tor. Die Freude bei den Gästen währte jedoch nur Sekunden, dann traf Patrick Russell ins verwaiste Tor.
Haie greifen nach längster DEL-Siegesserie
Danach war Schluss. Die Haie gewinnen auch Spiel vier gegen Iserlohn und feiern ihren Vereinsrekord. Für die Haie geht es nun am Freitag (19.30 Uhr) zu den Schwenninger Wild Wings. Da ist für den KEC dann auch die längste DEL-Siegesserie greifbar. Die halten derzeit noch die Adler Mannheim, die vom 27. November 2001 bis zum 18. Januar 2002 15 Spiele am Stück gewannen.
Die Iserlohner kämpfen zeitgleich bei den Dresdner Eislöwen um weitere Punkte, um sich am Ende vielleicht doch noch für die Pre-Playoffs zu qualifizieren.
Unsere Quellen:
- DEL-Spiel auf Magenta: Kölner Haie gegen Iserlohn Roosters am 18.01.2026
Sendung: WDR.de, „Kölner Haie gewinnen gegen Iserlohn Roosters“, 18.01.2026, 19:01 Uhr