Pony Hübner (Kim Riedle) und ihr Mann (Hans Löw) waren mal ein gutes Team, heute sind sie es nicht mehr. Foto: SWR/Benoît Linder
Wir haben „Ex-It“ gesehen, den neuen „Tatort“ aus Stuttgart. Es ging um Ehekrisen, Statussymbole, Selbstinszenierung. Aber war es auch ein guter Krimi?
Was taugt „Ex-It“? Der neue „Tatort“ aus Stuttgart im Schnellcheck.
Die Handlung in zwei Sätzen
Völlig durchnässt taucht das ehemalige It-Girl Pony auf einer Stuttgarter Polizeiwache auf und meldet ihr Auto mit ihren zwei Kindern darin als gestohlen. Die Polizei findet zwar den Wagen im Neckar, aber nicht schnell genug: Penelope ist ertrunken, vom kleinen Hugo fehlt jede Spur.
Zahl der Leichen
2
Paartherapie
Der Tod der Tochter und das Verschwinden des Sohnes wirken auf das Ehepaar Hübner eher wie Randnotizen des eigenen Lebensdramas. Zu sehr sind sie mit sich selbst und den Verwerfungen ihrer toxischen Beziehung beschäftigt. So rücken die Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) beinahe zwangsläufig in eine andere Rolle: weniger als Ermittler, mehr als Paartherapeuten.
Die Moral von der Geschicht’
„Wir stehen hier nicht so auf Statussymbole“, sagt der Kioskverkäufer und deutet auf die Fahrräder, die neben seiner Bude angekettet sind. Ganz anders Familie Hübner: Villa, Pool, Heimkino – alles da. Nur das Glück fehlt. Was lernen wir daraus?
Schweres Influencerdasein
Pony Hübner will nach der Geburt ihrer Kinder als Family-Influencerin an ihren Erfolg anknüpfen. Ihr Mann ist dagegen: „Mehr Follower, mehr Likes, mehr Hater.“ Wer sich in Stuttgarts Influencerwelt auskennt, weiß, dass das keine unrealistische Debatte ist.
Unser Fazit
Leider ein weiterer durchschnittlicher Stuttgart-„Tatort“, in dem die Kommissare blass bleiben und all dem Drama zum Trotz kaum echte Spannung aufkommen will.
Spannung 4; Logik 3