Die Strategie dahinter ist leicht zu erkennen. Mit symbolischen Zahlen auf Zeit spielen. So hat es auch die EU im Zollstreit mit Trump gemacht. Erst einmal bis zu den Zwischenwahlen im November 2026 kommen und auf neue Mehrheiten im US-Parlament hoffen.
Erste Demokraten haben schon ihren Widerstand gegen Trumps Grönland- und Zollpläne angekündigt. Doch es wird knapp. Schon im Juni könnten die angedrohten Grönland-Zölle von 10 auf 25 Prozent steigen. Der Präsident macht Tempo. Auch in Grönland.
„Wir haben es mit Schmeichelei, Ablenkung und Verhandlungen versucht und gehofft, dass der Tornado vorüberzieht“, zeigt sich Steven Everts, Chef des EU-Instituts für Sicherheitsstudien, in der „Financial Times“ enttäuscht.
Viele in Europa verlieren die Geduld mit Donald Trump. „Es sieht so aus, als ob die Zeiten, in denen man versucht hat, Trump zu beschwichtigen, vorbei sind“, zitiert die „Financial Times“ einen hohen EU-Diplomaten.
Frankreichs Staatschef Macron bringt eine weitere Option ins Spiel. Das bestätigte sein Umfeld. Von Insidern kurz Handels-Bazooka genannt. Zwangsmaßnahmen-Instrument heißt das Mittel, auf Brüsseler Bürokraten-Fluren auch Anti-Coercion-Instrument genannt.
Das Gesetz kann bei unfairen Handelspraktiken aktiviert werden. Die Bazooka kann US-Produkte vom EU-Markt verbannen und reicht bis zum Ausschluss von US-Waren von öffentlichen Aufträgen in der EU. Das könnte schmerzhaft werden. Besonders auch für die US-Rüstungsindustrie.
Die Aufgabenverteilung in der Nato ist einfach. Europa stellt mit dem Generalsekretär die politische Führung, die USA regelt mit dem Oberbefehlshaber SACEUR das Militärische.