Jan Kuckert als Bereitschaftsleiter und seine Führungskräfte hatten vorgearbeitet – die Rezepte für ein Vier-Gänge-Menü, nicht alltäglich und herausfordernd. Sie hatten drei Waschkörbe voll mit den Zutaten besorgt. Im DRK-Sozialzentrum in Wittlage fand in der Großküche das Kochen und im Versammlungssaal an großer Tafel das Essen statt.

Zeitgleich veranstaltete der Verschönerungsverein Wittlage e. V. auf dem Hof des DRK-Sozialzentrums bei Einbruch der Dunkelheit eine Feierstunde mit dem Namen „Begegnungsfeuer“. Der Ursprung wohl in Skandinavien, wo am Jahresanfang die abgeschmückten Weihnachtsbäume im Beisein aller Dorfbewohner verbrannt werden. Dabei gibt es kühle und heiße Getränke und die beliebte Wurst vom Grill. In Wittlage wurden keine Tannenbäume verbrannt, sondern in einigen Feuerschalen sehr umweltbewusst trockenes Holz. Vorsitzende Karin Witte und ihr Vorstandsteam waren von der Besucherzahl sehr erfreut, eine tolle Stimmung – und der Erlös kommt auch der Krebshilfe zugute. Ortsbürgermeister Frank Bornhorst und einige Ortsratsmitglieder waren ebenso unter den Gästen wie z. B. örtliche Handwerksmeister und Gewerbetreibende. Zwischendurch kamen einige Gäste an das Küchenfenster des DRK-Sozialzentrums und bewunderten die fleißigen Köchinnen und Köche bei der Arbeit.

Doch bevor es ans Kochen ging, hatten die DRK-Hilfskräfte Zeit zur Entspannung mit einer Auswahl an fruchtig, süß-sauren und alkoholfreien Cocktails vom „Cocktail-Taxi“ aus Melle. Für den Abend gab es auch einige Liter-Pitcher mit Tequila Sunrise sowie anderen, farblich sehr dekorativen Drinks auf Eis.

Vor dem Start erklärte DRK-Bereitschaftsleiter Jan Kuckert die Arbeitsabläufe vom Kochen über das Essen bis zur Endreinigung. Zuvor zeigte er eine Foto-Collage des letzten Einsatzjahres, die er mit der DRK-Helferin Blume angefertigt hatte und die im Gruppenraum aufgehängt werden soll – zur Erinnerung und zur Motivation. Es sind alle Aktiven ehrenamtlich und unentgeltlich für das DRK bei vielen Einsätzen und Veranstaltungen tätig. Als Jahresabschlussgeschenk gab es DRK-Trinkflaschen, DRK-Freundschaftsbänder und Nützliches für das künftige Einsatzgeschehen. Jan Kuckert wünschte allen DRK-Aktiven einen guten Start im Ehrenamt für das DRK.

Das Rote-Bete-Carpaccio mit Salat und Vinaigrette mit Honig und Baconstreifen.
Foto: Eckhard Grönemeyer

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Die Vorspeise – hier gab es ein „Rote-Bete-Carpaccio mit Salatkrone und gebratenen Baconstreifen, fein abgeschmeckt mit einer Vinaigrette, selbst angemischt und dann auf Tellern dekorativ angerichtet.
Als weitere Vorspeisenkomponente gab es eine Champignoncremesuppe mit frischen Kräutern und Baguette. Nicht aus der Tüte oder Dose, mit frischen Zutaten gekocht und mit Kräutern verfeinert. Für das Baguette gab es einen leckeren Brotaufstrich, sehr cremig und mit gehackten Kernen – sehr schmackhaft.

Der Hauptgang – Entenbrust mit Orangensauce, zart gebraten, dazu Käsespätzle mit würzigem Käse, der aus dem Stück geraspelt wurde. Es gab Rotkohl und eine Rosenkohl-Pilz-Pfanne, winterlich und vegetarisch. Ein Knackpunkt waren die Semmelknödel oder auch als Serviettenknödel bezeichnet. Die Zutatenliste hierfür umfangreich: 750 g Brötchen, sechs Eier, 900 ml Milch, 210 g Butter, 180 g Zwiebeln, Petersilie, Salz und Muskat. Die Zwiebeln sehr fein würfeln und mit der Butter glasig anschwitzen, die Brötchen ebenfalls klein würfeln und mit dem Eiergemisch, den Zwiebeln und Gewürzen vermischen. Die Teigmasse sollte etwa eine Stunde ruhen.

Die Semmelknödelmasse wird in Rollen in Handtücher eingewickelt, ein mühsamer Arbeitsprozess, aber lohnend das Resultat.
Foto: Eckhard Grönemeyer

Die Semmelknödelmasse wird in Rollen in Handtücher eingewickelt, ein mühsamer Arbeitsprozess, aber lohnend das Resultat.Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize

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Dann die Masse in saubere Handtücher einrollen und die Enden zubinden. Hier war Improvisation gefragt, denn einen Bindfaden gab es nicht in der Küche. Stattdessen wurden Kabelbinder genommen, die ihren Zweck auch erfüllten, vermutlich ist dieses Hilfsmittel in der Küche eher ungewöhnlich. Im leicht siedenden Wassertopf mussten die eingepackten Rollen ca. 30–40 Minuten garen. Dann wurden die Knödelrollen in servierfertige Scheiben geschnitten. Zum Hauptgang gab es noch griechischen Krautsalat und Feldsalat mit Apfel und Nüssen.

In mehreren Pfannen wurde gebraten und gebrutzelt, mit Butter und Butterschmalz, die Entenstücke im Bräter wurden goldbraun angebraten.
Foto: Eckhard Grönemeyer

In mehreren Pfannen wurde gebraten und gebrutzelt, mit Butter und Butterschmalz, die Entenstücke im Bräter wurden goldbraun angebraten.Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize

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Als Dessert gab es Tiramisu und ein Cookie-Dessert mit Weintrauben und Kernen. Auch die Vegetarier in der Gästegruppe hatten eine reichliche Auswahl, sodass am Ende alle gesättigt waren. Ein toller Erfolg – das gemeinsame Kochen wurde zum Erlebnis und festigte die Kameradschaft. Einige Schülerinnen vom Gymnasium Bad Essen waren erstmals dabei und von dem Zusammenhalt in der Gruppe begeistert – für sie vermutlich ein Motivationsschub, um sich auch außerschulisch gesellschaftlich für das Allgemeinwohl einzubringen.

Dieser Ablauf des gemeinsamen Kochens und Essens ist eine Anregung für andere Vereine als Alternative zu einem angelieferten Essen in Wärmebehältern.

Statt Fast Food alternativ ein Vier-Gänge-Menü selbst zubereitet für den DRK-Ortsverein Bad Essen
Montag, 19. Januar 2026, 00.00 Uhr bis Montag, 19. Januar 2026, 00.00 Uhr

Dieser Text wurde erstellt von:
Eckhard Grönemeyer
Verein für Zeitgeschichte im Wittlager Land