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Die wichtigsten Transfers auf der Abgabenseite hat Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl (45) schon unmittelbar nach Neujahr abgearbeitet. Beim sechstägigen Trainingslager Anfang Januar im spanischen Marbella sah man den Manager quasi nie ohne Handy am Ohr – egal, ob auf dem Trainingsplatz oder im noblen Fünf-Sterne-Hotel Kimpton Los Monteros.
Kehls Telefonate sind für den BVB bares Geld wert. Denn der Nachfolger von Michael Zorc (63) erzielte vor allem mit Spielern, die im Konzept von Trainer Niko Kovac (54) allenfalls eine untergeordnete Rolle gespielt haben, beachtliche Transfererlöse – insgesamt über 130 Millionen Euro. Das macht Kehl zum Verkaufs-Meister!
Rechtsaußen Cole Campbell (19) wechselte für eine Leihgebühr von 1,5 Mio. Euro zu Liga-Konkurrent Hoffenheim. Sollte sich der US-Boy im Kraichgau dauerhaft durchsetzen, kassiert der BVB dank einer im Vertrag verankerten Kaufoption noch einmal satte zehn Mio. Euro extra. In der Bundesliga brachte es der Flügelflitzer in der Vorrunde gerade einmal auf 16 Einsatzminuten.
Mittelfeldspieler Pascal Groß (34) verkaufte Kehl kurz vor Silvester zurück an seinem Ex-Klub auf die Insel nach Brighton. Für den in die Jahre gekommenen Mittelfeld-Star kassiert Dortmund im Idealfall bis zu drei Mio. Euro (zwei Mio. garantiert plus eine Mio. mögliche Boni). Intern hatten die Bosse bereits den Beschluss gefasst, den im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem 16-maligen deutschen Nationalspieler nicht mehr zu verlängern.
Doch die beiden Winter-Verkäufe sind längst nicht die einzigen Superdeals, die Kehl und BVB-Boss Lars Ricken (49) in den vergangenen Jahren eingetütet haben.
Außenbahnspieler Jamie Gittens (21) wechselte vergangenen Sommer inklusive Boni für satte 65 Mio. Euro zum FC Chelsea. Kehl und Ricken zeigten beim jungen Engländer besonderes Verhandlungsgeschick. Vor der Klub-WM in den USA hatte das Duo die „Blues“ mit einem Angebot über 55 Mio. Euro noch abblitzen lassen und auf eine Erhöhung gepokert. In London schlug Gittens noch nicht wie erhofft ein. Seine Frust-Bilanz: 23 Pflichtspiele, nur 1009 Spielminuten, nur ein Treffer (fünf Vorlagen).
Füllkrug bracht 27 Mio. nach einem Jahr
Mittelstürmer Niclas Füllkrug (32) geht mittlerweile für die AC Mailand auf Torejagd. Der 24-malige deutsche Nationalspieler (14 Treffer) war 2023 für 17,25 Mio. Euro von Bremen in den Pott gewechselt. Nur eine Saison später transferierte der BVB den Mittelstürmer für stolze 27 Mio. Euro Ablöse zu West Ham United. Doch auch Füllkrug konnte die hohen Erwartungen auf der Insel viel zu selten erfüllen.
Stürmer Youssoufa Moukoko (21) wechselte vergangenen Sommer für fünf Mio. Euro zum FC Kopenhagen. Das abgestürzte Wunderkind wartet auch in Dänemark weiter auf den endgültigen Durchbruch (29 Pflichtspiele, acht Treffer). Der Deal war umso bemerkenswerter, weil Moukoko in Dortmund mit einem Jahresgehalt von rund 8,5 Mio. Euro zu den Großverdienern gehörte und eigentlich noch bis 2030 unter Vertrag stand.
Mittelfeldspieler Giovanni Reyna (23) konnte seine PS in Dortmund nie dauerhaft auf den Rasen bringen. Der US-Boy wechselte im vergangenen Sommer für fünf Mio. Euro (inklusive Boni) nach Gladbach. Mit äußerst bescheidenem Erfolg: seine Bilanz bislang – nur 440 Pflichtspielminuten, kein Treffer (eine Vorlage).
Internet-Trend des Jahres: Füllkrugs Ronaldo-Video geht viral
Quelle: BILD/TikTok @acmilan17.01.2026
Mega-Deal mit Talent Coulibaly
Innenverteidiger Soumaïla Coulibaly (22) wechselte 2021 ablösefrei aus der Jugend von Paris Saint-Germain zum BVB. Doch der Abwehrspieler brachte es in Dortmund nur auf einen Bundesliga-Einsatz und einen in der Champions League. Umso erstaunlicher, dass Straßburg 2025 satte 7,5 Mio. Euro Ablöse für ihn hinblätterte. Der viermalige französische U20-Nationalspieler wartet in Frankreich weiterhin auf den Durchbruch. In der vergangenen Saison war er an Stade Brest verliehen – wie auch jetzt wieder.
Linksverteidiger Tom Rothe (21) wechselte 2024 für fünf Mio. Euro zu Union Berlin. Sollte der Linksverteidiger bei den Eisernen durchstarten, besitzt Borussia 2026 eine Rückkaufoption in Höhe von rund zwölf Mio. Euro. Der aussortierte Mittelfeldspieler Thorgan Hazard (32) wechselte in der Saison 2023 für vier Mio. Euro zurück in die Heimat zum RSC Anderlecht.
Mal sehen, wann Kehl wieder zum Handy greift, um die nächsten Millionen reinzuholen …