Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Lok Leipzig setzt nach den Vorfällen im Heimspiel gegen den FSV Zwickau (0:2) ein Zeichen und wird für das erste Heimspiel im neuen Jahr gegen Hertha Zehlendorf keine Tageskarten für die Gegengerade verkaufen. Das teilte der Verein am Montag mit.

Zwickauer Busfahrer nach Becherwurf verletzt

In der Partie gegen die Westsachsen war ein mit Kiessplit gefüllter Becher von der Gegengerade in Richtung Gästebank geflogen. Dabei wurde der Busfahrer des FSV Zwickau so schwer am Kopf getroffen, dass er eine stark blutende Platzwunde davontrug und ärztlich behandelt werden musste. Der Täter konnte inzwischen ermittelt werden. Lok wird nun versuchen, alle möglichen Strafen vollumfänglich auf den Becherwerfer umzulegen.

„Wollen Zeichen setzen“

„Wir sind von Vereinsseite ständig bemüht, neue Zuschauer und Sponsoren für den 1. FC Lok zu gewinnen – Vorkommnisse wie diese sind dafür jedoch absolut kontraproduktiv (…) Uns ist bewusst, dass unsere Entscheidung auch ganz viele Fans und Zuschauer trifft, die sich persönlich nie etwas zu Schulden kommen lassen haben. Dennoch wollen wir dieses klare Zeichen setzen“, wird Geschäftsführer Martin Mieth zitiert.