OB schockiert

Attacke auf Ausstellung zu Menschenrechten – Staatsschutz ermittelt

19.01.2026 – 18:18 UhrLesedauer: 1 Min.

Altes Rathaus NürnbergVergrößern des Bildes

Das alte Rathaus in Nürnberg (Symbolbild): Die Wanderausstellung wurde zum Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2025 in Nürnberg eröffnet. (Quelle: Nicolas Armer/dpa/dpa-bilder)

Eine Open-Air-Ausstellung in Nürnberg wird das Ziel eines mutmaßlich rassistischen Angriffs. Die Ermittler gehen einem beunruhigenden Verdacht nach.

Unbekannte haben in Nürnberg zwei Kunstwerke einer Open-Air-Ausstellung zu Menschenrechten gestohlen und ein weiteres beschädigt. Die Stadt Nürnberg hat daraufhin Strafanzeige gestellt. Laut Polizei ermittelt nun der Staatsschutz in dem Fall. Die Stadt geht nach eigenen Angaben von rassistischen Motiven aus. Ein beschädigtes Banner zeigt eine schwarze Person, die Beschädigung daran ähnele Einschusslöchern.

Die betroffene Ausstellung „Pictures for the Human Rights“ öffnete im Dezember in Nürnberg. Künstler aus zwölf Ländern stellten darin die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Kunstwerken dar.

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) teilte mit: „Dass Vandalismus selbst vor dieser Ausstellung mit ihrer zutiefst humanistischen und friedensstiftenden Botschaft nicht Halt macht, bedrückt mich besonders.“

Gestohlen wurden der Stadt zufolge zwei großformatige Banner, die sich auf Artikel 21 und 22 beziehen (Versammlungsfreiheit und Wahlrecht). Beschädigt wurde das Werk, das Artikel 23 (Recht auf Arbeit und Unterstützung) aufgreift. Darauf zu sehen ist ein schwarzer Mann, der einen Hilferuf in den Händen hält. Die Abbildung wurde nach Angaben der Stadt im Gesicht und an den Händen so beschädigt, dass es an Einschusslöcher erinnert.