Bei einem Busunfall in Thüringen wurden am Montagvormittag 40 Schüler eines Berliner Gymnasiums sowie mehrere Erwachsene verletzt. Wie ein Sprecher der thüringischen Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall gegen 12.15 Uhr auf der Autobahn 9 bei Schleiz, nahe der Landesgrenze zu Bayern.
Aus noch ungeklärter Ursache soll ein Reisebus beim Abfahren von der Autobahn im Bereich einer Verkehrsinsel von der Straße abgekommen sein. Der Bus soll dann eine Leitplanke durchbrochen und einen Abhang hinuntergefahren sowie auf die Seite gekippt sein.
40 Kinder und fünf Erwachsene sollen dabei leicht, ein Erwachsener schwer verletzt worden sein. Bei der schwer verletzten Person handelt es sich laut thüringischer Polizei nicht um den Busfahrer.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind an der Auffahrt zur Autobahn A9 nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten im Einsatz.
© dpa/Bodo Schackow
Die Kinder sind laut Tagesspiegel-Informationen Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufen des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Zehlendorf, die auf einer Chorfahrt in Richtung München gewesen sein sollen.
Insgesamt sollen laut Polizei zwei Reisebusse mit Schülern unterwegs gewesen sein, der zweite Bus war jedoch nicht am Unfall beteiligt. Ein Sprecher der Berliner Bildungsverwaltung bestätigte, dass es sich bei den Betroffenen um Schüler eines Gymnasiums aus Steglitz-Zehlendorf handelt.
Rucksäcke und Taschen der Businsassen lagen nach dem Busunfall mit mehreren Verletzten an der Unglücksstelle. Der Reisebus war auf die Seite gekippt und einen Abhang heruntergerutscht.
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Ein Großteil der verletzten Kinder erlitt laut Polizei einen Schock. Sie wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch der schulpsychologische Dienst der Berliner Bildungsverwaltung betreue die Betroffenen, teilte die Bildungsverwaltung mit. Die schwer verletzte Person musste laut Polizei vom Unfallort mit einem Hubschrauber abtransportiert werden.
Die Anschlussstelle der A9 wurde voll gesperrt, von Sperrungen betroffen war wegen des Einsatzes der Rettungskräfte und der Bergung auch die Bundesstraße 282. Auf der Autobahn sei es zu keinen Behinderungen gekommen, so die Sprecherin. An einem Feuerwehrgerätehaus in Schleiz haben Einsatzkräfte eine Betreuungsstelle eingerichtet, wohin sich betroffene Eltern wenden können.
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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sagte: „Meine Gedanken sind bei den verletzten Schülerinnen und Schülern, bei ihren Familien sowie bei den Lehrkräften und allen, die dieses Ereignis miterleben mussten.“ Der CDU-Politiker dankte zugleich den Einsatz- und Rettungskräften, die „in dieser schweren Situation sofort gehandelt haben und weiterhin alles tun, um bestmöglich zu unterstützen.“ (mit dpa)