Nach dem abgesagten Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa fiel eine Protestkundgebung am Brandenburger Tor kleiner aus als ursprünglich angenommen: Von den 10.000 angemeldeten Demonstrierenden kamen etwa 1000.
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Die Veranstaltung blieb weitestgehend friedlich, wenngleich einige der Anwesenden am Rande der Kundgebung gegen israelische Flaggen pöbelten und von der Polizei des Platzes verwiesen wurden. Vereinzelt tauchten verbotene PKK-Symbole auf. Trotz vorheriger Ankündigung schritt die Polizei nicht ein.
Die Demonstration richtete sich gegen die syrische Übergangsregierung und den Präsidenten Ahmed al-Scharaa. „Keinen Empfang für den Islamisten Ahmed al-Scharaa in Berlin“, lautete der Titel der Kundgebung. Auf Plakaten stand unter anderem „Der Terrorist bleibt ein Terrorist“.
Der Besuch von Al-Scharaa am Montag in Deutschland und das geplante Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin waren von syrischer Seite kurzfristig abgesagt worden. Besonders kurdische und alawitische Gemeinden in Deutschland werfen der syrischen Regierung die gewaltsame Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten vor.
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Das „Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit – Civaka Azad“ kritisierte, die Regierung werde „aktuell für schwerwiegende Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht“. Al-Scharaa sei Anführer einer islamistischen Terrororganisation. (mit dpa)