Kontrastprogramm in schweren Zeiten: Das Literaturhaus feiert seinen 25. Geburtstag in diesem Jahr im Zeichen des Schwebens. Den Anfang macht der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl.
Wäre der Himmel eine Bedeutungsfolie für all das, was unter ihm geschieht, würde man sich im Moment wohl eher an dunklen Wolken orientieren. Überall dräuen Krisen, scheint sich kumulusartig Bedrohliches zu ballen. Doch man kann, was sich über unseren mit lastenden Gedanken und Befürchtungen vollgestopften Köpfen tut, auch ganz anders erfahren. So wie der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl, der in seinem Versuch über das Schwebende „Meteor“ der niederdrückenden Schwere die aus der Geistesgeschichte aufsteigenden Welterleichterungsprojekte entgegensetzt.