Rechte Demo in Nürnberg

Polizei muss Demonstranten wegtragen

20.01.2026 – 03:09 UhrLesedauer: 1 Min.

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Polizisten bei einer Demo in Nürnberg (Archvbild): Die Kriminalpolizei prüft nun mögliche Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen. (Quelle: IMAGO/Moritz Schlenk/imago)

Einsatz in Nürnberg: Bei einer rechten Kundgebung und Gegenprotesten ist die Polizei mit zahlreichen Beamten vor Ort. An einer Stelle müssen sie eingreifen.

Am Montagabend ist es in der Nürnberger Innenstadt zu einem Polizeieinsatz bei mehreren Versammlungen gekommen. Zahlreiche Beamte waren vor Ort, um ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher politischer Lager zu verhindern, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Gegen 18.30 Uhr versammelten sich 78 Teilnehmer aus dem rechten Spektrum am Hallplatz zu einer Kundgebung mit dem Titel „Linke Terroristen – von der Regierung gefördert, von der Justiz geschützt?“. Zeitgleich formierten sich in unmittelbarer Nähe mehrere Gegenproteste mit bis zu 100 Personen.

Gegen 19.15 Uhr startete der angemeldete Demonstrationszug der Rechten durch die Innenstadt. Ein Großteil der Gegendemonstranten beteiligte sich ebenfalls an angemeldeten Aufzügen.

In der Breiten Gasse am Ludwigsplatz ließen sich Gegendemonstranten auf dem Boden nieder, um den rechten Aufzug zu blockieren. Trotz mehrfacher Aufforderung, die Strecke freizumachen, blieben sie sitzen. Daraufhin trugen Polizisten vier Personen beiseite. Die Blockade konnte anschließend umlaufen werden.

Gegen 21 Uhr endete die Versammlung nach einer Abschlusskundgebung am Hallplatz. Die Kriminalpolizei Nürnberg prüft nun mögliche Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen.

An dem Einsatz unter Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren Kräfte der Zentralen Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei beteiligt.