Zweiter Verhandlungstag

Hammer und Schlagstöcke: Antifa-Prozess geht in die nächste Runde

20.01.2026 – 05:56 UhrLesedauer: 1 Min.

Bewaffnete Polizisten sichern in Düsseldorf das Gebäude des Oberlandesgerichtes (Archivbild): Der Prozess gegen mutmaßliche Antifa-Aktivisten wird fortgesetzt.Vergrößern des Bildes

Bewaffnete Polizisten sichern in Düsseldorf das Gebäude des Oberlandesgerichtes (Archivbild): Der Prozess gegen mutmaßliche Antifa-Aktivisten wird fortgesetzt. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa)

Im Düsseldorfer Hochsicherheitstrakt stehen sechs junge Menschen vor Gericht. Die US-Regierung hat ihre Gruppe sogar als terroristisch eingestuft.

Im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts ist am Dienstag der Prozess gegen fünf Frauen und einen Mann fortgesetzt worden, die Rechtsextremisten angegriffen haben sollen. Die Bundesanwaltschaft wirft den mutmaßlichen Antifa-Aktivisten unter anderem versuchten Mord vor.

Mit Schlagstöcken und einem Hammer sollen die Angeklagten mehrere Menschen attackiert haben, die sie der rechten Szene zuordneten. Die Taten ereigneten sich in Erfurt und Budapest.

Der Prozess war in der vergangenen Woche unter großem Andrang der Öffentlichkeit gestartet. Aus den Reihen der mehr als 100 Zuschauer kam es zu Sympathiebekundungen für die Angeklagten, die mit Applaus empfangen wurden.

Für den zweiten Verhandlungstag hatten die Verteidiger Anträge angekündigt. Dabei dürfte es auch um den Ort des Prozesses gehen – fernab der Tatorte und der Heimat der Angeklagten.

Die sechs Beschuldigten sind zwischen 22 und 25 Jahre alt und stammen aus Jena und Leipzig. Vier von ihnen waren zur Tatzeit Heranwachsende. Sie sollen Mitglieder der Gruppe Antifa-Ost sein und sitzen seit etwa einem Jahr in Untersuchungshaft.

Die Verteidiger hatten die Anklage der Bundesanwaltschaft als überzogen kritisiert. Der Generalbundesanwalt stuft die Antifa-Ost als militante, linksextreme Vereinigung ein. Die US-Regierung hat die Gruppe sogar als terroristische Vereinigung eingestuft.