Aktualisierung, 13 Uhr: „Macht mit und bringt euch ein!“

In der Pressekonferenz zum neuen ISEK 2040 am Montagmorgen, 19. Januar, appelliert Oberbürgermeister Frank Mentrup ganz klar an die Karlsruher Bürger: „Macht mit und bringt euch ein!“ Denn zum Auftakt der neuen ISEK will die Stadt noch intensiver mit den Bürgern in Kontakt treten. Ab dem 19. Januar wurde erneut eine Bürgerbefragung gestartet – dieses Mal online. Bis zum 15. Februar können Karlsruher hier ihre Meinungen, Wünsche und Ideen teilen: dialogzentrale.com/de/karlsruhe-2040.

Oberbürgermeister Frank Mentrup. (Archivbild)

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Oberbürgermeister Frank Mentrup. (Archivbild)
Foto: Paul Needham

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Oberbürgermeister Frank Mentrup. (Archivbild)
Foto: Paul Needham

Im Anschluss sollen 120 Bürger per Zufall angeschrieben werden, um im Rahmen einer Arbeitswerkstatt die Anliegen der städtischen Gesellschaft zu vertiefen. Bereits Anwohner ab 16 Jahren soll hierbei in den Lostopf geworfen werden.

Karlsruher Politik habe die Wohnraumnot unterschätzt

Als Fazit der ersten Bürgerbefragung aus dem Jahr 2025, erklärt der Oberbürgermeister, dass es zwar eine große Überschneidung gibt, zwischen den Themen im Gemeinderat und jenen der Bürger vor Ort. Doch in den Bereichen Wohnraumnot und Sicherheit die Nöte der Bürger größer seien als aus politischer Ebene gedacht.

Neue Wohnungen entstanden 2025 im August-Klingler-Areal in Karlsruhe-Daxlanden - gebaut von der Volkswohnung.

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Neue Wohnungen entstanden 2025 im August-Klingler-Areal in Karlsruhe-Daxlanden – gebaut von der Volkswohnung.
Foto: Volkswohnung

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Neue Wohnungen entstanden 2025 im August-Klingler-Areal in Karlsruhe-Daxlanden – gebaut von der Volkswohnung.
Foto: Volkswohnung

Mentrup gesteht außerdem, dass bereits häufiger Bürgerdialoge zu diversen Themen stattfanden, doch die Reaktion der Verwaltung war: Wer teilnimmt, ist da und wer nicht, nicht. Obendrein habe die Stadt vielfach das Problem, dass sie erst die Menschen vor Ort erreiche, wenn „der Bagger schon vor der Haustür steht“.

„Wir wollen nun langfristig und immer wieder mit den Bürgern in den Dialog kommen“, sagt der Oberbürgermeister. Die Stadt plant, langfristig einen Bürgerrat einzurichten, als ein neutrales Gremium, welches dem Gemeinderat zu bestimmten Themen Empfehlungen ausspricht.

ISEK 2040? Was passiert mit Karlsruhe…

Am Montag, 19. Januar, wurde das neue Integrierte Stadtentwicklungskonzept „Karlsruhe 2040“ im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt. Das ISEK 2040 soll bis Herbst 2027 erarbeitet – und den Orientierungsrahmen für sämtliche Handlungsfelder der Stadt Karlsruhe setzen. Ab Sommer 2026 soll dieses Ziel dann ein Jahr lang weiter ausgearbeitet werden, hin zu einem konkreten Plan mit Maßnahmen, wie sich Karlsruhe in Zukunft entwickeln soll. Weitere Hintergrundinformationen zum ISEK 2040, haben wir bereits hier zusammengefasst: Wie soll sich die Fächerstadt bis 2040 entwickeln?

Pyramide am Marktplatz. (Archivbild)

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Foto: Emelie Stump

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Foto: Emelie Stump

Umfrage Bürger: Was soll sich bis 2040 ändern?

Im Jahr 2025 hat die Stadt hinsichtlich des neuen ISEK bereits eine Bürgerumfrage durchgeführt. Dabei zeigte sich auf die Frage „Was werden Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren sein?“ mit 51 Prozent eine große Einigkeit in den Antworten der Befragten: Die Wohnungsknappheit, die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum.

Symbolbild.

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Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

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Der zweite Punkt, mit 38 Prozent Einigkeit, stellen die Folgen des Klimawandels sowie die notwendigen Anpassungsmaßnahmen dar. Platz drei, mit 32 Prozent, belegt der Punkt Migration und Integration, die rasante Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung.

Karlsruher fordern mehr Grünflächen für bessere Lebensqualität

Auf die Frage, „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?“ zeigt sich, dass eine große Zustimmung in der Bevölkerung erfolgte im Hinblick auf den Erhalt, die Erweiterung und Pflege der städtischen Grünflächen, um eine bessere Aufenthaltsqualität zu schaffen.

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Foto: Marius Fritz

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Foto: Marius Fritz

Außerdem stimmten 54 Prozent der Befragten zu, dass Radwege ausgebaut werden, und 50 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich der Autoverkehr reduzieren solle. Weitere für die Bevölkerung wichtige Themen sind der Ausbau sowie die Verbesserung der Kinderbetreuung und die Verbesserung der Entsorgung des Hausmülls.

ISEK 2020: Welche Maßnahmen wurden bisher umgesetzt?

Dem neuen ISEK 2024 gehen bereits eines für 2020 sowie eines für 2015 voraus. Das ISEK 2020 wurde zwischen 2011 und 2012 erarbeitet. In der Evaluation aus dem Jahr 2024 informiert die Stadt, dass von den insgesamt 110 definierten Projekten 62 bis 2020 abgeschlossen werden konnten. Hinzu kommen 7 Projekte, welche Daueraufgaben darstellen, 28 Projekte, die sich noch in Bearbeitung befinden, und 3 Projekte, die sich in der Planung befinden.

Greenville Karlsruhe am 5. August 2025.

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Greenville Karlsruhe am 5. August 2025.
Foto: Katharina Peifer

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Greenville Karlsruhe am 5. August 2025.
Foto: Katharina Peifer

Zu den Projekten zählen unter anderem die Neugestaltung des C‑Areal, welches auch unter dem Namen „Greenville“ bekannt ist (in Bearbeitung), sowie die Realisierung der Kombilösung (abgeschlossen). Die laut Evaluation noch in Bearbeitung befindlichen Projekte sollen auch im neuen ISEK 2040 aufgegriffen werden.

ISEK 2020: Welche Maßnahmen wurden nicht umgesetzt?

Folgende 10 Projekte wurden nicht realisiert:

  1. Projekt „Mieterserviceportal“
  2. Entwicklung einer Kultur-App für „Das Fest“
  3. Entwicklung einer Notfall-App für „Das Fest“
  4. Gründung eines internationalen Netzwerks Karlsruhe
  5. Die Leitbilderstellung für die Familienpolitische Offensive und den Generationendialog
  6. Die Renovierung des Prinz-Max-Palais
  7. Der Baumwipfelpfad im Auenland
  8. Die Beobachtungs- und Aussichtspunkte am Rheinufer
  9. Das Aufsetzen eines städtischen Wohnbauprogramms
  10. Die Gestaltungssatzung Karlsruhe
  • Katharina Peifer

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