Trotz millionenschwerer Transfers sind zahlreiche Profiklubs finanziell angeschlagen. Einige internationale Vereine tragen sogar hohe Schulden, darunter der FC Barcelona, der laut kicker rund 500 Millionen Euro Verbindlichkeiten aufweist. Wie aber steht es um die Bundesligisten – und speziell um den FC Augsburg?

Hat der FC Augsburg Schulden?

Der FC Augsburg blickt auf eine finanziell enorm erfolgreiche Saison 2024/25 zurück. Bei der Jahreshauptversammlung am 25. November 2025 gab der Klub für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Rekordumsatz von fast 150 Millionen Euro bekannt. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte der Umsatz noch um die 109 Millionen Euro betragen – ein Plus von fast 50 Prozent.

Die TV-Einnahmen von 54,2 Millionen Euro waren laut Angaben des FCA der größte Posten, doch auch Einnahmen aus Spielerverkäufen brachten dem Bundesligisten viel Geld ein. Allein die Verkäufe von Ermedin Demirovic (ging für 23 Millionen Euro zum VfB Stuttgart), Arne Engels (für 13 Millionen Euro zu Celtic Glasgow) und Felix Uduokhai (für fünf Millionen Euro zu Besiktas Istanbul) brachten zusammen 41 Millionen Euro ein. Insgesamt nahm der FCA im Geschäftsjahr 2024/25 rund 45 Millionen Euro durch Spielerverkäufe ein.

Durch die hohen Umsätze konnte der FC Augsburg 2024/25 einen Gewinn von 18,1 Millionen Euro einfahren. Sein Eigenkapital konnte der Klub auf 60,2 Millionen Euro aufstocken. Bedeutet: Der FC Augsburg ist schuldenfrei und befindet sich in einer stabilen wirtschaftlichen Lage.

Auch interessant: Die Anhänger des FC Augsburg unterhalten Fanfreundschaften, der FCA kennt aber auch einige Rivalitäten, die über Jahrzehnte entstanden sind.

Ist der FC Bayern schuldenfrei?

Beim deutschen Rekordmeister bewegen sich die Zahlen in anderen Sphären als beim FC Augsburg. Für das Geschäftsjahr 2024/25 gab der FC Bayern einen Umsatz von 978,3 Millionen Euro an. Der Gewinn vor Steuern betrug 42,3 Millionen Euro. Die Ausgaben der Münchner sind demnach ebenfalls enorm hoch.

Von Schulden ist der FC Bayern München weit entfernt. Der Klub besitzt ein Eigenkapital von mehr als einer halben Milliarde Euro. Laut dem aktuellen Finanzbericht der Deutschen Fußball Liga (DFL) betrug die Summe zum Stichtag 30. Juni 2024 rund 570 Millionen Euro. Die Münchner haben also einen großen finanziellen Spielraum.

Hat ein Bundesliga-Verein Schulden?

Der DFL-Bericht legt nahe, dass alle Bundesligisten zum Stichtag über positives Eigenkapital verfügten. Allerdings gibt es Klubs, die kaum Eigenkapital haben. Das bedeutet: Keiner der Klubs gilt als akut verschuldet, auch wenn einige Vereine nur über geringe Rücklagen verfügen. Die niedrigsten Eigenkapitalwerte haben derzeit der 1. FC Heidenheim (etwas mehr als zwei Millionen Euro), Union Berlin (knapp unter drei Millionen Euro) und der FC St. Pauli (3,4 Millionen Euro).

Ligakrösus ist rund um das Eigenkapital der FC Bayern. Auch Borussia Dortmund verfügt über hohe Rücklagen, die von der DFL mit 370 Millionen Euro beziffert werden. Das Eigenkapital von Bayer Leverkusen soll etwa 200 Millionen Euro betragen.

Übrigens: Die Auswärtsfahrer-Tabelle der Bundesliga drückt aus, wie viele Fans mit ihren Klubs reisen. Das Dauerkarten-Ranking der Bundesliga zeigt, wie groß der Rückhalt in den heimischen Stadien ist.

  • Lukas von Hoyer

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