Ähnlich äußert sich Gina Hitsch. Die Autorin des Buchs „Das Ding ist: Man kann auch anders über Rassismus sprechen“ schreibt auf Instagram, das Plakat sei ein „Freifahrtschein für Menschen, die eh das N-Wort sagen wollen“. Diese könnten jetzt einfach sagen: „Hä, ich meine Nürnberg“.

Ahmed sagt, er nehme jede Kritik ernst, könne sie aber nur bedingt nachvollziehen. Schließlich sei nicht die Formulierung das Problem, sondern das Wort, das dahinterstehe. Jemand, der ihn beleidigen wolle, benutze das Wort direkt. „Da kann sich dann auch niemand rausreden und sagen, ich habe Nürnberg gemeint“, meint Ahmed.

Weiter sagt der OB-Kandidat, manche würden ihm absprechen, Nürnberger zu sein oder überhaupt für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren zu dürfen. Er kämpfe dafür, dass Nürnberg eine Stadt der Chancen, mit bezahlbarem Wohnraum und guter Bildung für alle bleibe – „egal, wo die Menschen herkommen, wie sie aussehen und welche Religion sie haben.“