
Zum Ende des Jahres 2025 waren mehr als 184.000 Soldaten in der aktiven Truppe. Verteidigungsminister Pistorius spricht vom besten Einstellungsergebnis seit 15 Jahren. Das NATO-Ziel liegt aber noch in weiter Ferne.
Die Bundeswehr ist zum ersten Mal seit Jahren deutlich gewachsen. Ende Dezember waren 184.200 Männer und Frauen in der aktiven Truppe. Das ist ein Zuwachs von rund 3.000 Soldatinnen und Soldaten im Vergleich zum Vorjahr.
Laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist die aktive Truppe damit „so groß wie seit 12 Jahren nicht mehr“. Er sprach von dem besten Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht.
Auch die Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden stieg im vergangenen Jahr nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf 12.200 – nach 10.300 Männern und Frauen im Jahr 2024. Das selbstgesteckte Ziel des Ministeriums waren allerdings 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende. Die Zahl soll in diesem Jahr sogar auf 20.000 junge Männer und Frauen steigen.
Bundeswehr braucht noch fast 80.000 weitere Soldaten
In den vergangenen Jahren hatte die Bundeswehr trotz umfangreicher Werbekampagnen mit sinkenden oder stagnierenden Personalzahlen zu kämpfen. So war im Jahr 2024 die Zahl der Soldaten erneut leicht auf rund 181.150 Soldatinnen und Soldaten in der aktiven Truppe gesunken.
Trotz des Aufwährtstrends 2025 ist das NATO-Ziel für die Bundeswehr noch weit entfernt. Denn bis Mitte der 30er-Jahre soll die aktive Truppe auf 260.000 Männer und Frauen vergrößert werden. Zudem soll Deutschland auf 200.000 Reservisten zurückgreifen können.
Rekruten verlassen die Bundeswehr oft
Weiterhin hat die Bundeswehr mit einer hohen Abbruchquote zu kämpfen: Knapp jeder vierte Rekrut verlässt die Bundeswehr wieder. Das will das Verteidigungsministerium mit konkreten Maßnahmen ändern, wie eine Spercherin mitteilte.
Die Rede ist von einem „transparenteren Erwartungsmanagement“ bereits vor Dienstantritt, dem Ausbau an heimatnahen Angeboten, einer attraktiven Infrastruktur und sinnstiftender Ausbildung. Außerdem sollen unzufriedene Rekruten zu alternativen Dienstoptionen beraten werden.