Die Ausgangslage beim VfL Bochum ist klar. Drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz im Tabellenkeller. Nach Darmstadt (3:3) warten in den kommenden vier Spielen u. a. Elversberg (So., 13.30 Uhr), Schalke (31.1./13 Uhr) und Paderborn (15.2./13.30 Uhr/jeweils Sky). Alles Vereine, die aufgrund der Platzierung Aufstiegsaspiranten sind. Für den Pottklub eine echte Herausforderung. Die Zielvorgabe ist klar: Klassenerhalt!
Dass der Absteiger die direkte Bundesliga-Rückkehr noch schafft, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber bei einem Abstand von 12 Punkten ziemlich unwahrscheinlich. VfL-Trainer Uwe Rösler (57) unmissverständlich: „Mein Ziel ist es, die Mannschaft in der Liga zu halten. Wir dürfen nicht träumen. Wir müssen so schnell wie möglich 40 Punkte holen.“
Immerhin: Unter Rösler hat sich die Mannschaft stabilisiert, wurde mit den Transfers von Callum Marshall (21/Leihe von England-Klub West Ham United) und Mikkel Rakneberg (23/Vertrag bis 2029, kam ablösefrei aus Norwegen) in der Breite verstärkt. Marshall traf direkt bei seinem Debüt nach 8 Minuten zum 3:3-Ausgleich, gilt als variabler Offensivspieler. Dazu kommt, dass auch Koji Miyoshi (28) und Moritz-Broni Kwarteng (27) die komplette Wintervorbereitung absolvieren konnten. Gerrit Holtmann (30) ist ebenfalls wieder im Teamtraining, dürfte zeitnah sein Kader-Comeback feiern.
Mit Farid Alfa-Ruprecht (19/ausgeliehen von Leverkusen) und Kjell Wätjen (19/ausgeliehen aus Dortmund) hat Rösler zudem endlich eine große Auswahl auf den Flügelpositionen. Das ist auch keine schlechte Nachricht für Angreifer Philipp Hofmann (32/4 Treffer, 5 Vorlagen). Der 1,92-Meter-Hüne dürfte sich so auf noch mehr Flanken freuen, die er dann verwerten kann. Seine Treffer kann der VfL Bochum bei der Mission Liga-Erhalt gut gebrauchen.