Stand: 20.01.2026 18:48 Uhr
Der Fährverkehr nach Hamburg-Finkenwerder bleibt ein Problem. Bei der Reederei HADAG sind im vergangenen Jahr auf der Hauptlinie 62 rund 25 Prozent mehr Fahrten ausgefallen. Das ergaben Berechnungen von NDR 90,3. Gleichzeitig gab es aber auch mehr planmäßige Abfahrten auf allen Linien von und nach Finkenwerder als im Vorjahr.
Mal fehlte ein Schiff, mal die Besatzung, mal war es ein Wintersturm: Gut 3.000 Fahrten sind im vergangenen Jahr allein auf der Linie 62 ausgefallen. Das sind noch mal 600 mehr als im Vorjahr. Die Linie 62 pendelt zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder. Mit gut vier Millionen Fahrgästen ist sie im Hafen die absolute Nummer 1 bei Pendlerinnen und Touristen. Sie verzeichnet ein Fahrgast-Plus von rund drei Prozent.
Die Co-Fraktionschefin der Linken, Heike Sudmann, hatte dazu den Senat befragt. Sie kritisiert die vielen Ausfälle: „Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen? Wenn der Senat verhindern will, dass auf das Auto umgestiegen wird, muss er endlich für ein zuverlässiges Fährangebot sorgen.“
Auch das Bündnis „ForumFähreFinkenwerder“ beschwert sich: „Die massiven Fährausfälle sind ein ernsthaftes Problem für Finkenwerder. Alternativ gibt es für uns nur noch den Bus 150 auf die andere Elbseite und der steht sehr häufig im Stau.“
Die HADAG hält dagegen: Man habe deutlich mehr Fahrten angeboten – 2.100 mehr Verbindungen von und nach Finkenwerder. Und gegen den Personalmangel konnte die städtische Fährlinie 11 zusätzliche Schiffsführerinnen und -führer gewinnen.