Chronik
Beim Schneeskulpturen-Festival Ice Games in Südtirol ist der erste Preis heuer unter anderem ins Waldviertel gegangen. Alexander Kaufmann und sein Kollege Herbert Danzer aus Oberösterreich holten mit ihrer Skulptur „High Speed on Ice“ den Titel „Eiskönig“.
20.01.2026 17.37
Online seit heute, 17.37 Uhr
Der Wettbewerb stand heuer unter dem Motto „Olympic Winter Games“. Das österreichische Duo überzeugte die Jury dabei mit einer gigantischen Schneeskulptur, die den Olympia-Eiskanal in Innsbruck sowie die Olympischen Ringe zeigt.
Alexander Kaufmann aus Groß Gerungs (Bezirk Zwettl), Obmann des Carving Teams Austria, und sein Vereinskollege Herbert Danzer aus Kirchham bei Vorchdorf (Bezirk Gmunden, Oberösterreich) wollten mit ihrem Motiv eine Verbindung zwischen dem austragenden Land Italien und Österreich herstellen.
Üben mit Styroporblöcken
Für die Skulpturen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vier Tage lang Zeit. Geübt wurde das Schnitzen des Modells mit Styroporblöcken. „Wir haben die Skulptur mit einer normalen Motorsäge mit einer 60 Zentimeter langen Schiene und einem Schürfer angefertigt, die normalerweise zum Holzschälen verwendet wird“, erklärt Kaufmann im Gespräch mit noe.ORF.at. Zudem wurden Schleifbretter umfunktioniert, die üblicherweise für den Fassadenbau genutzt werden.
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Alexander Kaufmann fertigt die Skulptur mit Werkzeugen, wie sie im Handwerk üblich sind

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Die Schnitzkünstler wollten mit ihrem Motiv sowohl das austragende Land (Italien) als auch Österreich verbinden

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Herbert Danzer und Alexander Kaufmann haben auf 2.500 Meter ihre Skulptur angefertigt
Zur Herausforderung wurde allerdings die dünne Luft in 2.500 Metern Höhe. Sie brachte die Österreicher an ihre Grenzen: „Aufgrund der Luftbedingungen mussten wir unsere Arbeitsweise anpassen und haben öfter Pausen eingelegt als sonst“, erzählt Kaufmann.
Dritter Sieg für Waldviertler
Der Waldviertler nahm heuer zum sechsten Mal an den Ice Games teil und gewann bereits zum dritten Mal. Der Bewerb im Südtiroler Skigebiet Ahrntal findet jedes Jahr statt. Heuer wurden aus rund 60 Einreichungen die zehn besten ausgewählt und ihre Ideengeber zum Wettbewerb eingeladen. Die Teams traten dabei zu zweit an, nur Bildhauerschulen durften zu dritt teilnehmen.
Auf der Teilnehmerliste standen Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt. Mit dabei war etwa eine 84-jährige Frau aus Israel. „Auch wenn Wettkampfstimmung herrschte, stand die Kollegialität im Vordergrund“, so Kaufmann. Die Teilnehmenden hätten sich etwa über ihre Arbeitsweise oder die verwendeten Materialien ausgetauscht.
Die Skulpturen sind voraussichtlich noch bis Mitte März fast unversehrt zu bewundern. Im Frühjahr bringt sie die Sonne dann nach und nach zum Schmelzen.
Fatma Cayirci, noe.ORF.at
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