Kölns Kampf um Ex-Abräumer Sebastiaan Bornauw (26/Leeds United) geht in die nächste Runde. Nach BILD-Informationen hat der FC die Hoffnung auf einen Wintertransfer des Belgiers trotz der inzwischen deutlich entspannteren Personalsituation in der Abwehr nicht aufgegeben. Die Frage ist aber: Wann erlöst Köln seinen Ex-Spieler?

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Denn Bornauws Leiden in Leeds dauern an. Nachdem der Abräumer zum Jahreswechsel plötzlich gebraucht wurde, aufgrund einer Verletzung von Leistungsträger Joe Rodon (28) gegen Liverpool (0:0) und Manchester United (1:1) gleich zweimal in der Startelf stand und dadurch neue Hoffnung auf seinen Durchbruch in der Premier League geschöpft hatte, wurde er mit der Rodon-Rückkehr inzwischen nur allzu schnell wieder zum Notnagel umfunktioniert.

Bornauws Nachspielzeit-Einwechslungen gegen Fulham (90.+4) und Newcastle (90.+7) gleichen eher einer Demütigung und zielen offenbar mehr darauf ab, Zeit von der Uhr zu nehmen und Ergebnisse zu sichern, als dem Spieler zu zeigen, dass man auf ihn und seine Qualitäten setzt.

Frust bei Bornauw. Die Chance für Köln! Einen Blitz-Transfer aber wird es trotzdem nicht geben. Bornauw würde einer Rückkehr auf Leihbasis zwar sofort zustimmen. Leeds aber will zuvor wohl noch einen weiteren Innenverteidiger verpflichten. Dazu hat Köln es aufgrund der Rückkehr von Van den Berg (nach Sperre) und Schmied (ab Freitag nach Verletzung wieder im Training) und wegen des Top-Einstands von Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey (20) nicht mehr eilig. Allerdings zeigt Simpson-Puseys Trainingsabbruch am Dienstag auch, wie schnell es personell wieder eng werden kann.

Jahmai Simpson Pusey (20/r.) zeigte auch gegen Mainz (hier gegen Phillip Tietz), was er drauf hat

Jahmai Simpson Pusey (20/r.) zeigte auch gegen Mainz (hier gegen Phillip Tietz), was er drauf hat

Foto: Marius Becker/dpa

Köln hat keinen Transfer-Druck mehr

Sportboss Thomas Kessler (40) sagt: „Wir haben jetzt noch knapp zwei Wochen Zeit. Ein paar Sachen haben wir schon angestoßen, aber da hängt  auch immer ein Klub mit drin, der vielleicht sagt: Ich möchte den Spieler doch nicht gehen lassen. Es gibt immer Entwicklungen, wo der eine oder andere dann doch wieder auf mehr Spielzeit kommt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und schauen sehr genau hin. Und dann gucken wir, was in den nächsten zwei Wochen passiert.“

Köln setzt also eher auf einen Last-Minute-Transfer. Dabei muss der FC allerdings aufpassen. Denn nach BILD-Informationen sind inzwischen auch andere Bundesligisten an Bornauw dran. Und der Belgier wird angesichts seiner Einsatzzeiten lieber früher als später aus Leeds wegwollen.