„Die Nachricht erfüllt uns mit großer Freude“, sagt Oberbürgermeister Stephan Keller. „Dass Düsseldorf neben Köln weiterhin im Rennen um eine Zusammenarbeit mit Yad Vashem ist, zeigt, dass unser Angebot für eine solche Erinnerungsstätte überzeugt.“ Schon heute verfüge Düsseldorf über große Expertise in der Erinnerungskultur sowie über ein langjähriges Engagement für historisch-politische Bildung. „Die einzige Außenstelle von Yad Vashem in der Landeshauptstadt beheimaten zu dürfen, wäre eine große Ehre für uns. Wir sind stolz auf das uns entgegengebrachte Vertrauen.“

Oded Horowitz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, freut sich ebenso über die gestiegenen Chancen. „Ich wünsche mir sehr, dass das Center nach Düsseldorf kommt.“ Der Landtag und Yad Vashem pflegten bereits eine enge Zusammenarbeit, die räumliche Nähe wäre ein Vorteil. Düsseldorf habe zudem die drittgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland und die größte in NRW. Das jüdische Gymnasium biete sich für Kooperationen an (Köln hat ein solches nicht). „Ich könnte mir also vorstellen, dass die Außenstelle von Yad Vashem in Düsseldorf gut aufgehoben wäre.“

Der Stadtrat hatte die Bewerbung im Dezember einstimmig beschlossen. Standort für das Zentrum soll das ehemalige Junge Schauspiel an der Münsterstraße werden. Konkurrenz für die NRW-Städte gibt es noch in Bayern und Sachsen.