Historisches Debakel vermieden

Diese Hammergruppe wartet jetzt auf Deutschland

Aktualisiert am 21.01.2026 – 00:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Andreas Wolff jubelt: Der DHB-Torwart und seine Mannschaft sind bei der EM eine Runde weiter. (Quelle: Gerhard Koffler/imago-images-bilder)

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht bei der EM in der Hauptrunde. Dort kommt es jetzt zu echten Kracher-Duellen.

Aus Herning berichtet Nils Kögler

Mit einem 34:32-Sieg gegen Spanien hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft den Hauptrundeneinzug bei der Europameisterschaft geschafft. Ein historisches erstes Ausscheiden in der Vorrunde einer EM seit Einführung des aktuellen Modus konnte die DHB-Auswahl damit abwenden.

Dadurch, dass die deutsche Mannschaft als Gruppenerster zusammen mit dem Gruppenzweiten Spanien in die Hauptrunde einzieht, nimmt sie sogar die zwei Punkte vom Spanien-Sieg mit in die nächste Turnierphase und hat damit eine optimale Ausgangslage.

Die hat die Auswahl von Bundestrainer Alfreð Gíslason allerdings auch bitternötig. Denn schon jetzt ist klar, dass in der Hauptrunde eine echte Hammergruppe auf das Team wartet. In Hauptrundengruppe I trifft die deutsche Mannschaft auf die Erst-und Zweitplatzierten der Vorrundengruppen B und C. Qualifiziert haben sich dort neben Co-Gastgeber Norwegen auch die beiden Handball-Schwergewichte Dänemark und Frankreich. Die Dänen sind Olympiasieger und amtierender Weltmeister. Frankreich tritt bei der EM als Titelverteidiger an. Der letzte Hauptrundengegner ist Portugal, das Deutschland im vergangenen Jahr im WM-Viertelfinale ausgeschaltet hatte. Am Dienstag schlugen die Portugiesen völlig überraschend auch Dominator Dänemark und sicherten sich damit den ersten Platz in Gruppe B. Portugal ist damit nun der erste Hauptrundengegner Deutschlands. Die Partie steigt am Donnerstag um 15.30 Uhr.

Das zweite Hauptrundenmatch bestreitet Deutschland dann am kommenden Samstag um 20.30 Uhr gegen den Zweiten der Gruppe C, Norwegen. Es folgt am kommenden Montag ebenfalls um 20.30 Uhr das Duell mit Dänemark, die Zweiter in der Gruppe B wurden. Zum Hauptrundenabschluss geht es für Deutschland dann um 18 Uhr gegen den Sieger der Gruppe C, also Frankreich.

Um ins Halbfinale einzuziehen, muss Deutschland in der Hauptrunde einen der ersten beiden Plätze der Gruppe belegen. Das bedeutet: Die DHB-Auswahl muss mindestens eines der Schwergewichte Dänemark oder Frankreich ausschalten. Sollte das gelingen, hängt der Halbfinalgegner von der Platzierung in der Hauptrunde ab. Als Erster würde Deutschland auf den Zweitplatzierten der Hauptrundengruppe II treffen, als Zweiter entsprechend auf den Erstplatzierten der Hauptrundengruppe II. Die Halbfinals steigen beide am 30. Januar.

Die Sieger der Halbfinals treffen am 1. Februar im Finale aufeinander, die Verlierer spielen kurz zuvor um Platz drei. Übrigens: Auch wenn Deutschland in der Hauptrunde als Dritter ausscheiden sollte, steht noch ein Spiel auf dem Programm. Die beiden Drittplatzierten der Hauptrundengruppen spielen am Halbfinaltag nämlich um Platz fünf.

Die gute Nachricht für das DHB-Team: Reisestrapazen müssen die Spieler so oder so nicht auf sich nehmen. Sowohl die Haupt- als auch die Endrunde finden in Herning statt, wo Deutschland bereits die Vorrunde absolviert hat.