„Solidarität mit Rojava“: Tausende bei Demo in Stuttgart – Polizeibeamte mit Pyrotechnik beworfen Am Stuttgarter Börsenplatz rückten am Dienstagabend Einsatzkräfte in großer Zahl an. (Symbolbild) Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich

Rund 2.000 Menschen haben laut Polizei in Stuttgart gegen Gewalt an Zivilisten in Syrien demonstriert – die Veranstaltung blieb dabei nicht ohne Zwischenfälle.

Über dem Stuttgarter Kessel kreiste am Dienstagabend ein Polizeihubschrauber, am Börsenplatz rückten Einsatzkräfte in großer Zahl an: Eine zunächst klein angemeldete pro-kurdische Demonstration ist laut Angaben der Polizei teilweise eskaliert – Beamte wurden demnach unter anderem mit Feuerwerkskörpern beworfen.

Die Demonstration, deren Auftaktkundgebung gegen 18 Uhr losging, stand unter dem Motto „Solidarität mit Rojava“ und steht vermutlich im Zusammenhang mit den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Syrien. Ursprünglich seien lediglich 20 Teilnehmer vorab angemeldet gewesen, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Nach ersten Schätzungen eines Polizeisprechers versammelten sich jedoch rund 2.000 Menschen auf dem Börsenplatz, teilweise vermummt.

Demo in Stuttgart – Verkehrsbehinderungen im City-Ring

Einige der Demonstrierenden hätten sich gewalttätig gegenüber den Beamten verhalten. Teilnehmer hätten Flaschen und Pyrotechnik auf Polizeibeamte und vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen, diese hätten im Gegenzug Pfefferspray eingesetzt.

Die Polizei umstellte 75 Teilnehmer der Versammlung. Gegen sie besteht unter anderem der Verdacht auf Landfriedensbruch, Angriffe auf Einsatzkräfte sowie Verstöße gegen das Sprengstoff- und das Versammlungsgesetz. Ihre Personalien wurden aufgenommen, zudem erfolgte eine erkennungsdienstliche Behandlung.

Aufgrund der Versammlung kam es zudem zu Verkehrsbehinderungen im City-Ring. Besonders betroffen war der Bereich rund um den Börsenplatz.

Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

Während des Einsatzes fertigte die Polizei nach eigenen Angaben Foto- und Videoaufnahmen an, die nun ausgewertet werden. Zeitweise kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz, um Übersichtsaufnahmen aus der Luft zu machen.

Der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Stuttgart hat die Ermittlungen übernommen.