Tödliche Feier in Fürth

Mordprozess beginnt: 27-Jähriger schoss sechsmal auf Hochzeitsgast

21.01.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 1 Min.

Schüsse bei Hochzeit in FürthVergrößern des Bildes

Nach der Tat floh der Verdächtige nach Frankreich, stellte sich dort aber der Polizei. (Archivbild) (Quelle: —/dpa/dpa-bilder)

Ein 27-jähriger Mann muss sich ab Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg verantworten. Auf einer Hochzeitsfeier soll er sechsmal abgedrückt haben.

Vor dem Landgericht in Nürnberg beginnt am Mittwoch der Prozess gegen einen 27-jährigen Franzosen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor. Der Mann soll auf einer Hochzeitsfeier in Fürth den Vater seiner ehemaligen Lebensgefährtin erschossen haben.

Das Motiv für die Tat sollen Geldforderungen zwischen den beiden Familien wegen der gemeinsamen Kinder des Angeklagten und seiner Ex-Freundin gewesen sein. Den Ermittlungen zufolge war der Angeklagte im vergangenen März mit mehreren Verwandten zu der Hochzeitsfeier gegangen. Zu dieser Feier war auch das spätere Opfer eingeladen.

Demnach schoss er dort dem 47-Jährigen sechsmal gezielt in den Oberkörper. Das Opfer starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

Nach der Tat floh der Verdächtige laut Staatsanwaltschaft mit seinen Begleitern nach Frankreich. Dort stellte er sich in derselben Nacht der Polizei und räumte die Tat ein. Seitdem hatte er zu den Vorwürfen laut den Ermittlern geschwiegen.

Der Angeklagte sitzt seit April in Deutschland in Untersuchungshaft. Am ersten Prozesstag sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin mehrere Zeugen geladen. Dabei handelt es sich um Polizeikräfte. Die Staatsanwaltschaft benannte außerdem zahlreiche Gäste der Hochzeitsfeier als Zeugen. Außerdem gibt es Videoaufnahmen aus der Festhalle.