
Stand: 21.01.2026 09:22 Uhr
Die Deutsche Bahn will 25 Bahnhöfe bundesweit sicherer und sauberer machen. Das Unternehmen hat dafür am Dienstag ein Sofortprogramm gestartet. Die Maßnahmen sollen auch an fünf Bahnhöfen im Norden gelten.
Dazu zählen die Bahnhöfe in Hannover, Bremen, Hamburg, Kiel (Schleswig-Holstein) und Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern). Weitere Bahnhöfe werden im Laufe des Jahres dazukommen, wie die Bahn mitteilte. Als Maßnahmen des Sofortprogramms sollen nach Angaben der Bahn mehr Sicherheitskräfte eingesetzt und es soll mehr Geld für Reinigungspersonal bereitgestellt werden. Durch den Einsatz mobiler Handwerkerteams sollen zudem kleine Reparaturen abgearbeitet werden. Damit solle es künftig schneller gehen, eine Glasscheibe auszutauschen oder Graffiti zu entfernen, sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit der Bundespolizei daran, weitere Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik auszustatten.
Bahnhöfe im neuen Programm für Sicherheit und Sauberkeit
- Kiel Hbf (Schleswig-Holstein)
- Bremen Hbf (Bremen)
- Hamburg Hbf (Hamburg)
- Hannover Hbf (Niedersachsen)
- Berlin Hbf (Berlin)
- Frankfurt (Main) Hauptwache (Hessen)
- Essen Hbf (Nordrhein-Westfalen)
- Köln Hbf (Nordrhein-Westfalen)
- Mainz Hbf (Rheinland-Pfalz)
- Mannheim Hbf (Baden-Württemberg)
- Nürnberg Bhf (Bayern)
- München Pasing (Bayern)
- Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
- Eberswalde (Brandenburg)
- Bitterfeld (Sachsen-Anhalt)
- Leipzig Hbf (Sachsen)
- Jena Paradies (Thüringen)
- Offenbach (Main) Ost (Hessen)
- Schlüchtern (Hessen)
- Ahrweiler (Rheinland-Pfalz)
- Remagen (Rheinland-Pfalz)
- Saarlouis Hbf (Saarland)
- Reutlingen (Baden-Württemberg)
- Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg)
- Dillingen (Bayern)
Pro Bahn begrüßt Sofortprogramm
Darüber hinaus plant die Bahn einen Frühjahrsputz an doppelt so vielen Bahnhöfen wie im Vorjahr – an rund 1.400 statt 700 Bahnhöfen. Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt das neue Programm für Sicherheit und Sauberkeit. Es sei ein erster Schritt, der dringend nötig sei, sagte der Vorsitzende Detlef Neuß gegenüber der „Rheinischen Post“. Konkret müsse auch die Sicherheit an Bahnsteigen verbessert werden, so Neuß. In seiner Bahn-Strategie hatte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) vergangenes Jahr drei Sofortprogramme gefordert. Dazu gehören neben Sicherheit und Sauberkeit auch die Verbesserung der Kundenkommunikation und des Komforts in den Fernverkehrszügen.

Die Zahl der Sitzplätze soll um ein Drittel erhöht werden. Außerdem soll es mehr Platz für Fahrräder geben.

Die Polizei soll das Verbot in Bussen und Bahnen leichter durchsetzen können – eine Reaktion auf die hohe Zahl von Messerangriffen.

Der Fernverkehr sei verspätungsanfällig und zig Bahnhöfe im Land seien immer schlechter angebunden, so der Fahrgastverband.

Sturmtief „Elli“ hat in Niedersachsen sowohl Züge als auch Stadtbahnen lahmgelegt. Kritiker bemängeln schlechte Ausstattung.

Wegen der Arbeiten gibt es ab Mai Einschränkungen für Fahrgäste. Der erste Info-Termin findet am Dienstag in Celle statt.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 21.01.2026 | 07:30 Uhr