Unterrichtsausfälle erwartet
Lehrerstreik: Womit müssen Schüler rechnen?
21.01.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Lehrerstreik (Archivbild): An den Schulen in Sachsen soll weiterhin eine Notfallbetreuung stattfinden. (Quelle: Jan Woitas)
In dieser Woche streiken in Sachsen die Lehrer. Auch Dresden ist betroffen. Eltern und Schüler müssen mit kurzfristigen Änderungen im Schulalltag rechnen.
Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder werden in dieser Woche Schulen in Sachsen bestreikt. Lehrkräfte sind diesen Mittwoch im Raum Leipzig zum Warnstreik aufgerufen, am Freitag folgen öffentliche Schulen in der Dresdner Region. Die Bildungsgewerkschaft GEW, der Sächsische Lehrerverband sowie der Beamtenbund rufen zu den Warnstreiks auf. Doch womit müssen Schüler und Eltern rechnen?
Am Mittwoch werden Lehrkräfte aus den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen sowie der Stadt Leipzig zum Warnstreik aufgerufen. Am Freitag streiken dann Lehrer in Dresden mit den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. In Sachsens Landeshauptstadt sind Demonstrationen geplant. In der kommenden Woche folgen die übrigen sächsischen Regionen.
Nach Angaben des Landesamts für Schule und Bildung ist unbekannt, wie viele sächsische Lehrer und Schulen sich an den Warnstreiks beteiligen werden. Man gehe davon aus, dass es zu Unterrichtsausfällen kommen könne, rechne jedoch nicht mit großen Protesten, so ein Sprecher. Auch die Gewerkschaft konnte keine genauen Angaben machen, wie viele Schulen betroffen sein werden.
Die Schulpflicht wird durch den Warnstreik der Lehrkräfte nicht angetastet. Für Schülerinnen und Schüler heißt es also weiterhin: Ab in den Unterricht. „Die Schulen bleiben auf, wir sind vorbereitet“, teilte Staatsminister Conrad Clemens (CDU) mit. Die Bildungsstätten wurden dazu angewiesen, eine Betreuung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, erklärte das Landesamt.
Wenn es zu Ausfällen komme, sollen eine Notbetreuung sowie Vertretungsunterricht an den Schulen angeboten werden. Eltern sollen jedoch weiterhin aufmerksam die Mitteilungen der Rektoren verfolgen, um hier individuelle Regelungen der Schulen nicht zu verpassen, empfiehlt das Landesamt für Schule und Bildung.
Die Gewerkschaft geht insgesamt von mehreren Hundert Beteiligten in ganz Sachsen aus. Viele Lehrkräfte entschieden erst am Tag selbst, ob sie zu dem Warnstreik gehen. Eine genaue Erhebung wird daher erst im Anschluss erwartet. Da rund zwei von fünf Lehrkräften in Sachsen verbeamtet seien, entfalle bei ihnen die Möglichkeit zu streiken, erklärt das Landesamt für Schule und Bildung. Damit werden Teile der Lehrkräfte in jedem Fall in den Schulen sein. In Dresden werden rechnerisch rund 2150 von insgesamt rund 4.900 Lehrkräften an den Schulen sein. Hier sind 44 Prozent der Lehrkräfte verbeamtet.
