Mit einer halben Stunde Verspätung fällt in der Lanxess-Arena der Vorhang. Auf zwei seitlichen Leinwänden läuft ein düsteres Film-Intro, das gleich das zentrale Motiv des Abends setzt: Bushido zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Kurz darauf steht er auf der Bühne – im Hoodie, mit seinem eigenen All-Access-Pass um den Hals – und blickt auf rund 12.000 Menschen. Los geht es mit „Kleine Bushidos“ aus dem Jahr 2012. Das Publikum reagiert zunächst zurückhaltend: Viele nicken nur leicht mit dem Kopf, vereinzelt gehen Hände nach oben, Euphorie stellt sich erst allmählich ein.