21. Januar 2026 – Isabell Wüppenhorst
Das Risiko, sich aktuell eine Erkältung oder gar eine Grippe einzufangen, ist durchaus hoch. Im Norden steigen die Patientenzahlen. Kommen die Praxen damit noch klar?
Im Norden Deutschlands gibt es wieder mehr Grippefälle. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind den zuständigen Ämtern mehr Influenza-Patienten gemeldet worden. „Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit weiteren akuten Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen“, teilte etwa das Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg mit.
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum gab es seit Beginn der Grippe-Saison im Oktober in Hamburg schon deutlich mehr Grippe-Meldungen. Konkret waren es bislang fast 1.700 Meldungen, nach fast 1.100 Meldungen in der Saison 2024/25. Fast ein Drittel der Patientinnen und Patienten in Hamburg lag mit Grippe im Krankenhaus. Bisher gab es elf Todesfälle, im Vorjahr war es zum gleichen Zeitpunkt einer weniger.
Infektstunden der Hausärzte gut besucht
Das hat auch Auswirkungen auf die Hausärzte, wie Jana Husemann, erste Vorsitzende des Hamburger Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, sagte. „Die Grippe-Saison ist in vollem Gange, die Infektsprechstunden sind stark besucht.“ Das sei aber gut zu stemmen von den Hamburger Hausarztpraxen. Neben den Grippe-Erkrankungen gebe es derzeit viele Corona-Infektionen und Atemwegserkrankungen mit Respiratorischen Synzytialviren (RSV). „Die Grippeviren beherrschen aber momentan das Infektgeschehen.“
Lage in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein steigen die Meldungen rund um das Influenzavirus ebenfalls an. Der Zeitreihendarstellung des Institutes für Infektionsmedizin Kiel zufolge haben die Zahlen seit November leicht zugenommen und steigen nun seit einigen Wochen noch deutlicher an. Aktuell liegen den Gesundheitsämtern 285 Grippe-Meldungen aus den vergangenen sieben Tagen vor, das sind 77 mehr als in der ersten Kalenderwoche. In den vergangenen drei Monaten wurden den Ämtern rund 1.200 Influenzafälle gemeldet.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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