Prozess am Düsseldorfer Landgericht
Ehefrau soll Mann gefangen gehalten haben
Aktualisiert am 21.01.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Justizbeamter in einem Gerichtssaal in NRW (Symbolbild): Der Prozess um erpresserischen Menschenraub beginnt am Mittwoch. (Quelle: Imago)
Vor dem Landgericht beginnt der Prozess gegen eine 32-Jährige. Ihr werden schwere Straftaten, darunter gefährliche Körperverletzung und erpresserischer Menschenraub, vorgeworfen.
Ab Mittwoch steht eine 32-jährige Frau vor dem Düsseldorfer Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr gefährliche Körperverletzung, erpresserischen Menschenraub und schweren Raub vor.
Den Ermittlungen zufolge soll die Angeklagte ihren Ehemann unter einem Vorwand in eine Düsseldorfer Wohnung gelockt haben. Dort soll sie ihm von hinten mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.
Ein mutmaßlicher Komplize soll das Opfer mehrfach mit Fäusten ins Gesicht geschlagen haben. Zudem soll er dem Mann ein Knie ins Gesicht gestoßen haben. Die Angeklagte habe währenddessen die Wohnungstür abgeschlossen, um eine Flucht des Opfers zu verhindern.
Nach Angaben der Ermittler sollen die Beschuldigten dem Ehemann 2.000 Euro aus dem Portemonnaie entnommen haben. Die Angeklagte soll zudem aus dem Auto des Mannes eine Aktentasche mit rund 30.000 Euro Bargeld entwendet haben. Auch Fahrzeugschlüssel und -papiere habe sie an sich genommen.
Der Ehemann sei danach in einen abgedunkelten Raum gebracht und an Steinsäcke gefesselt worden. Der mutmaßliche Komplize habe ihm gesagt, dass er den nächsten Tag nicht überleben werde. Am folgenden Mittag habe der Bewacher die Wohnung kurzzeitig verlassen. In dieser Zeit habe sich der Mann befreien und in einen nahegelegenen Friseursalon flüchten können.
Das Landgericht hat für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt.
