Das Wohnzimmer der Familie Stauff ist mit einer neun Quadratmeter großen Trainingsfläche mit weißem Boden und schwarzer Bande ausgestattet. Dabei geht es um Technik vom Feinsten, genauer gesagt um autonomes Autofahren. Wenn Nils Stauff zu dem selbst konstruierten Auto greift und es in die dafür vorgesehene Startbox mit ihren beiden lilafarbenen Wänden setzt, die Hindernisse auf den eingezeichneten Flächen aufstellt, den Laptop aufklappt und den Start einer Fahrt einläutet, dann setzt sich das Fahrzeug wie von Geisterhand in Bewegung. Es umfährt völlig selbstständig die grünen Hindernisse auf der linken und die roten Varianten auf der rechten Seite. Seit Jahren beschäftigt sich der 16-jährige Schiefbahner mit dem Programmieren, und das mit Erfolg, wie sich zuletzt bei der World Robot Olympiad (WRO) in Singapur gezeigt hat.