Stau in Nürnberg am schlimmsten
Doch der Navigationsgeräte-Anbieter Tomtom, der anhand der von seinen Navis erfassten Daten regelmäßig für zahlreiche Länder ein Ranking der jeweiligen Stauhauptstädte publiziert, setzt Stuttgart unter den deutschen Großstädten nur auf Platz 24. Am schlimmsten ist der Stau demnach in Nürnberg und Hamburg, gefolgt von Leipzig und Hannover. Es geht dabei um Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet, nicht auf den umliegenden Autobahnen.
Dieses Ergebnis hat auch mit den Kriterien zu tun. Tomtom misst, wie viel langsamer man wegen der Staus unterwegs ist, als es auf freien Straßen der Fall gewesen wäre. Wenn also das Straßennetz sowieso schon relativ niedrige Geschwindigkeiten zulässt, wie in der beengten Landeshauptstadt, wird das sozusagen herausgerechnet.
Während man in Nürnberg und Hamburg um fast die Hälfte langsamer unterwegs ist, als potenziell möglich, ist es in Stuttgart nur gut ein Drittel. Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit ist aber in Stuttgart mit 24,7 km/h nur wenig schneller als in der viertschlechtesten Stadt Hannover mit 24,4 km/h – wo aber das Straßennetz großzügiger gestaltet ist.
74 Stunden Zeitverlust im Jahr
Laut der Daten von Tomtom verlieren Autofahrer in Stuttgart in der Hauptverkehrszeit 74 Stunden im Jahr – das sind deutlich weniger als in Frankfurt mit dem deutschlandweit schlechtesten Wert. Dort kommt man auf 107 Stunden. Aber in puncto Zeitverlust kommt die Landeshauptstadt unter die zwölf schlimmsten Städte in Deutschland.
In Stuttgart haben sich die Werte zudem seit 2024 verschlechtert, was die Wahrnehmung prägen dürfte. Und auch bei der Frage, wie stark dieser Negativtrend war, liegt man dann doch unter den zehn Städten mit den schlechtesten Werten.