Para Skilanglauf-Debatte

Rombach kritisiert Rückkehr von Russland und Belarus

21.01.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ralf Rombach: Der Bundestrainer im Para Skilanglauf übt harte Kritik. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Joachim Hahne/imago)

Bundestrainer Ralf Rombach äußert sich kritisch zur Teilnahme russischer und belarussischer Sportler im Para Skilanglauf. Bei den Paralympics drohen kuriose Situationen.

Trotz des anhaltenden Konflikts in der Ukraine sind russische und belarussische Sportler beim Skilanglauf-Weltcup in Finsterau unter eigener Flagge angetreten und könnten sich für die Paralympics qualifizieren. Das kritisierte Bundestrainer Ralf Rombach nun scharf.

Rombach, Bundestrainer im Para Skilanglauf, äußerte bei einem Termin des Forschungs- und Entwicklungszentrums für Skisport in Berlin seine Bedenken. Er erklärte, dass sich die politische Lage im Rahmen des andauernden Angriffskriegs von Russland nicht geändert habe und die Entscheidung zur Rückkehr der russischen und belarussischen Athleten inakzeptabel sei. „Ich kenne natürlich viele Protagonisten aus dem russischen Team schon viele, viele Jahre persönlich und habe auch ein gutes Verhältnis“, sagte er laut SID. Dennoch sei niemand aus der Mannschaft neutral, da der Informationsfluss in Russland sehr einseitig sei.

Russische und belarussische Sportler waren in der Vorwoche beim Weltcup in Finsterau wieder im Wettkampfbetrieb. Obwohl die Qualifikationsperiode für die Paralympics abgeschlossen ist, können sie sich durch das Sammeln von Ranglistenpunkten für bilaterale Einladungen empfehlen. Rombach erwartet bei den Paralympics in Mailand und Cortina d’Ampezzo im März eine „sehr, sehr seltsame“ Situation, da russische und belarussische Teilnehmer nur im Skilanglauf antreten dürfen, nicht aber im Biathlon.

Er äußerte Zweifel, wie die Organisation vor Ort in Predazzo, wo die Langlauf-Wettbewerbe stattfinden, ablaufen werde, da die Sportstätten sowohl mit als auch ohne die russischen und belarussischen Athleten genutzt werden. „Müssen die dann die Wachs-Kabinen räumen, während des Biathlons?“, fragte Rombach und bezeichnete die Situation als „ganz irrsinnig“. Das deutsche Team müsse diese Umstände ausblenden, was jedoch „sehr, sehr schwierig“ sei, so der Bundestrainer weiter.