Mannheim. Rund 150 Teilnehmende einer Kundgebung auf dem Paradeplatz in Mannheim haben am Mittwochnachmittag zum Sturz des Mullah-Regimes im Iran aufgerufen. Angemeldet worden war die Demonstration vom Deutsch-Iraner Reza Shari, der 2023 im Iran verhaftet und gefoltert worden war.

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Immer wieder forderten die Demonstranten, dass es keinen Dialog mit dem autoritären und theokratischen System im Iran geben dürfe. Es sei wichtig den politischen Druck, den Israel und die USA seit Jahren auf das Land betreiben würden, aufrecht zu halten sei. Man könne laut Shari keinen Dialog mit „Tyrannen und religiösen Faschisten“ führen: „Oder hat man mit dem Nazi-Regime auch einen Dialog geführt? Kein Faschist ist von innen gefallen. Meistens hat man vor dem Sturz von außen Hilfe gehabt“, sagte er.

Am Vormittag hatte das US-Menschenrechtswerk HRANA von 4.519 verifizierten Todesopfern während der seit mehr als drei Wochen dauernden Demonstrationen im Iran gesprochen. Dazu kämen 9.049 Opfer des Mullah-Regimes, die noch nicht identifiziert worden seien. Auch aus diesem Grund hatten die Organisatoren auf dem Paradeplatz die Zahl 16.500 mit Bändern und Kerzen dargestellt, um an die Vielzahl der Toten zu denken, die ein Ende der radikal-islamischen Regierung forderten.

Shari sprach gar von 100.000 Toten: „Es ist ein momentan ein reines Blutbad. Ich wünsche mit, dass wir die Stimme der Getöteten, der Opfer und der Menschen, die gerade in dem Freilichtgefängnis namens Iran gefangen genommen worden sind, bis in die Zelle der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik übertragen“, sagte er. Immer wieder riefen die Demonstranten den Namen von Schah Reza Pahlavi, der dem Mullah-Regime nachfolgend und den Weg für eine konstitutionelle Monarchie ebnen soll.