Ein kleiner Vorteil für Deutschland – Portugal muss bei der Handball-Europameisterschaft am Donnerstag in Herning (15.30 Uhr, ARD und Dyn live) gegen Deutschland auf einen wichtigen Spieler verzichten. Die Entscheidung der Disziplinarkommission der EHF wirkt sich auch auf das deutsche Team aus. Der portugiesische Nationalspieler Victor Iturizza (35) ist für ein Spiel gesperrt und fehlt damit im Duell mit Deutschland bei der EHF EURO 2026.

Die Sperre geht auf einen Vorfall im letzten Vorrundenspiel der Handball-EM zwischen Dänemark und Portugal am 20. Januar in Herning (Dänemark) zurück. In der 55. Minute erwischte Iturizza den dänischen Welthandballer Mathias Gidsel (26) bei einer Abwehraktion mit dem Ellenbogen voll im Gesicht. Die Schiedsrichter Ivan Pavicevic und Milos Raznatovic (Montenegro) sahen sich die Szene anschließend auf dem Video an und zückten dann Rot!

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Nach genauer Prüfung kam die Disziplinarkommission zu dem Ergebnis, dass die Aktion als äußerst rücksichtslos und gefährlich einzustufen ist. Das Verhalten wurde als schwerwiegend unsportlich bewertet. Daraus folgte eine Suspendierung für ein Spiel in EHF-Nationalmannschaftswettbewerben. Für Portugal bedeutet das einen Ausfall zur Unzeit.

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Fest steht: Victor Iturizza ist nicht berechtigt, fehlt damit im Duell gegen die DHB-Auswahl. Aus deutscher Sicht ändert sich damit die personelle Ausgangslage des Gegners. An der Entscheidung selbst ändert auch eine mögliche Berufung nichts.