Das Congress-Hotel in Chemnitz soll geschlossen werden. Das hat die Gewerkschaft NGG mitgeteilt und beruft sich auf die Betreibergesellschaft des Hotels, die Maya Hotel Operation.
Laut NGG stehen knapp 40 Mitarbeiter vor einer ungewissen Zukunft. Der Betreiber habe anscheinend nie ein Interesse gehabt, das Haus langfristig zu führen, heißt es. Die Entscheidung, das Hotel zu schließen, sei „ein Arschtritt für die Beschäftigten“.
NGG: Typisch für große Immobilien- und Investmentfirmen
Die Mitarbeitenden hätten im Kulturhauptstadt-Jahr monatelang am Anschlag gearbeitet und Überstunden angehäuft. Es sei „eiskaltes Geschäftsgebaren“ der Betreibergesellschaft, so die NGG. Dieses Verhalten sei typisch für große Immobilien- und Investmentfirmen. Sie steigen den Angaben zufolge in den Hotelmarkt ein, um kurzfristig Geld zu machen, investierten aber nicht nachhaltig in die Häuser. Nach NGG-Angaben gab es im Congress-Hotel in den letzten neun Jahren bereits drei Betreiberwechsel.
Nach NGG-Angaben übernahm im Jahr 2023 die GCH Hotel Group mit Sitz in Berlin das Hotel. Diese habe die Maya Hotel Operation mit dem Hotelbetrieb beauftragt. Die GCH Hotel Group war am Mittwochabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Das Congress-Hotel Chemnitz wurde 1974 als Interhotel „Kongreß“ eröffnet und ist mit einer Höhe von 97 Metern das höchste Gebäude von Chemnitz.