Am Montagabend erhielt Salih Cobanoglu vom Kurdisch-Deutschen Kulturverein einen Anruf. Er müsse schnell eine Spontanversammlung organisieren. Der Grund: Die Lage in Syrien spitze sich erneut zu. Rund 140 Menschen waren dabei, zogen vom Europaplatz zum Alten Markt und wieder zurück – der Polizei zufolge ohne jegliche Störungen seitens der Demonstranten, wie unsere Redaktion berichtete. Am Mittwoch, 21. Januar, folgte dann ein größerer Protest. 500 Teilnehmer wurden angemeldet, mit gleicher Route. Die Polizei spricht am Ende von knapp 1000 Teilnehmern. Cobanoglu von knapp 3000. Warum sie protestieren? Aus der Sicht des 44-jährigen Vierseners haben sie keine Wahl.