Mannheim. (oka) In ganz Deutschland fanden am Dienstagabend prokurdische Demonstrationen statt – so auch in Mannheim. Hintergrund ist das Vorrücken der syrischen Regierungstruppen in Gebiete, die von den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrolliert werden, sowie Gewalt an der kurdischen Zivilbevölkerung.

Die Demonstranten trafen sich um 17.30 Uhr am Paradeplatz und marschierten dann unter dem Motto „Solidarität mit Rojava“ in einem Protestzug durch die Planken. Laut Polizei habe es sich zunächst um circa 1000 Teilnehmer gehandelt, in der Spitze seien es dann etwa 1500 Personen gewesen. Am Plankenkopf fand eine Abschlusskundgebung statt.

Auf RNZ-Nachfrage betonte ein Polizeisprecher, dass die Demo „weitestgehend“ friedlich verlaufen sei. „Einzelne haben Pyrotechnik entzündet, und am Rande der Veranstaltung kam es zu einer Körperverletzung.

Die Polizei ermittelt, ob diese im Zusammenhang mit der Demonstration steht“, so ein Polizeisprecher. In Dortmund hatten Demonstranten ein syrisches Restaurant verwüstet, in Stuttgart kam es zu Angriffen gegen Einsatzkräfte mit Pyrotechnik.