Bleiben die Rolläden bei Rofu Kinderland demnächst geschlossen?
Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Hoppstädten-Weiersbach – Der bundesweit tätige Spielwarenhändler ROFU Kinderland hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach (Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz) betreibt nach eigenen Angaben mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern. Auch mehrere Standorte in der Metropolregion Rhein-Neckar sind betroffen, darunter Mutterstadt, Speyer, Brühl, Buchen, Grünstadt und Worms.
Viele Kundinnen und Kunden fragen sich nun, ob auch in der Region – etwa in Mutterstadt, Speyer, Brühl, Buchen, Grünstadt oder Worms – Filialschließungen drohen und die Rollläden bald dauerhaft geschlossen bleiben.
Nach aktuellem Stand gibt das Unternehmen jedoch Entwarnung: Der Geschäftsbetrieb läuft weiter. Die Insolvenz wird in Eigenverwaltung durchgeführt, mit dem erklärten Ziel, das Unternehmen zu sanieren und neu aufzustellen. Sämtliche Filialen sowie der Online-Shop sollen während des Verfahrens geöffnet bleiben.
Gehälter der Beschäftigten gesichert
ROFU Kinderland beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Löhne und Gehälter sind nach Unternehmensangaben für einen Zeitraum von drei Monaten über das Insolvenzgeld abgesichert. Der laufende Betrieb soll damit ohne Einschränkungen fortgesetzt werden.
Gründe für die Insolvenz
Als Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage nennt das Unternehmen unter anderem ein schwaches Weihnachtsgeschäft, gestiegene Kosten sowie eine spürbare Kaufzurückhaltung der Kundschaft. Diese Faktoren hätten die wirtschaftliche Entwicklung zuletzt deutlich belastet.
Wie geht es weiter?
Im Rahmen der Eigenverwaltung soll die Sanierung zügig umgesetzt werden. Parallel dazu plant ROFU Kinderland Gespräche mit potenziellen Investoren, um die langfristige Zukunft der Spielwarenkette zu sichern. Ob es im Zuge der Neustrukturierung zu Veränderungen an einzelnen Standorten kommt, ist derzeit noch offen.
Fazit:
Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen Kundinnen und Kunden in der Region nicht mit kurzfristigen Filialschließungen rechnen. Die Rollläden bei ROFU Kinderland sollen vorerst oben bleiben – während das Unternehmen an seiner Sanierung arbeitet.
Quelle: MRN-News
Zuletzt aktualisiert am 21. Januar 2026, 21:04