Schreckmoment auf der Streif! Beim zweiten und letzten Training für die legendäre Ski-Abfahrt in Kitzbühel ist es zu einem schweren Sturz gekommen. Der Franzose Ken Caillot (27/Startnummer 59) verlor kurz vor der berüchtigten „Mausefalle“ bei hohem Tempo die Kontrolle, wurde rund 40 Meter durch die Luft geschleudert und krachte heftig mit dem Rücken auf die Piste.
Ein folgenschwerer Fehler ausgerechnet vor der „Mausefalle“, der extrem steilen und deshalb so legendären wie auch gefährlichen Passage auf der Streif.

Caillot stürzte in Kitzbühel schwer. Ersthelfer bereiten seinen Abtransport mit dem Helikopter vor
Foto: IMAGO/GEPA pictures
Heftiger Kitzbühel-Crash von Ken Caillot
Trotz des heftigen Aufpralls war Caillot bei Bewusstsein, konnte sich anschließend aufsetzen und mit den Ersthelfern kommunizieren. Sein Airbag hatte sich geöffnet und ihn mutmaßlich vor schwereren Verletzungen bewahrt. Caillot wurde mit einem Hubschrauber abtransportiert, das Training war minutenlang unterbrochen. Zu seinem Gesundheitszustand gibt es noch keine offiziellen Angaben.
Caillot stammt aus der französischen Wintersportregion Val d’Isère. Er belegte am Dienstag im Training Platz 60. Im Vorjahr landete er im Super-G auf Rang 41, in der Abfahrt auf Platz 44.
Weltcup-Punkte konnte Caillot noch nicht sammeln. Der Franzose startete in seiner Karriere zwölf Mal im Weltcup, sein bestes Resultat ist ein 32. Platz in Kvitfjell 2024. Aktuell führt er im Europacup die Abfahrtswertung gemeinsam mit dem Schweizer Sandro Manser an.

Caillot wurde per Helikopter abtransportiert
Foto: Getty Images
Beim finalen Training für die Abfahrt am Samstag (ab 11.30 Uhr, ARD, Eurosport und im BILD-Liveticker) fuhr erneut der Italiener Giovanni Franzoni die Bestzeit. Dahinter landeten der Franzose Nils Alphand und der Österreicher Stefan Babinsky.
Jocher bester Deutscher beim Streif-Training
Bester Deutscher wurde Simon Jocher auf Platz 13. Luis Vogt belegte Rang 24, Romed Baumann fuhr auf Platz 30. Allerdings sind die Ergebnisse nur bedingt aussagekräftig, weil einige Fahrer Tore auslassen und sich schon vor dem Ziel aufrichten.