TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Raus mit Applaus.
Schon vor dem Spiel der Niederlande gegen Georgien bei der Handball-EM war klar, dass die beiden Sieglos-Teams die Heimreise antreten müssen. Nach dem 31:26-Sieg im letzten Vorrundenspiel der Gruppe E verabschieden sich zumindest die Niederländer mit einem positiven Gefühl aus dem Turnier.
In der Gruppe mit den Schwergewichten Schweden und Kroatien schlugen sich beide Außenseiter ordentlich, hatten aber frühzeitig mit der Qualifikation für die Hauptrunde nichts mehr zu tun.
Foto: BILD
Aber: Perspektivisch betrachtet ist der abschließende Sieg, der Oranje Gruppenplatz drei beschert, nicht komplett wertlos. Denn: Dadurch, dass sie nicht Letzter in ihrer Gruppe werden, dürfen sie eine Qualifikationsphase für die WM im kommenden Jahr überspringen, steigen erst später ein.
Kiel-Legende feiert Wertlos-Sieg mit Oranje
Ganz zur Freude von Kiel-Legende Staffan Olsson (61/zwischen 1996 und 2003 viermal Meister mit dem THW). Der Schwede ist seit 2022 Trainer der Niederländer, die zum Abschluss ohne ihren Star Dani Baijens (verletzte sich gegen Kroatien, weil er auf den Fuß eines Mitspielers trat) auskommen mussten.
In Malmö dominieren von Beginn an erwartungsgemäß die Offensivreihen, zur Pause liegt Oranje, die ganz in Dunkelblau auflaufen, mit 18:15 bereits auf Siegkurs. Daran ändert sich auch in Durchgang zwei nichts mehr, auch wenn Tempo nicht mehr ganz so atemlos ist, wie in den ersten 30 Minuten. Bester Werfer des Abends ist der Ex-Gummersbacher Giorgi Tskhovrebadze (24) auf Seiten Georgiens mit elf Treffern.
Erfolgreichster Schütze für die Niederlande: Rückraumspieler Ivar Stavast (28) vom deutschen Zweitligisten HC Elbflorenz mit acht Toren. Der sagt anschließend: „Wir wussten, dass der Sieg wichtig für die WM-Quali ist. Das war unser letztes Ziel bei dieser EM, das haben wir erreicht und damit sind wir happy.“
Ihre Spieler sind es noch nicht, aber die etwa 100 Oranje-Fans in der Halle präsentieren sich hauptrundenreif. Sie feiern ihr Team (und sich selbst) im bedeutungslosen letzten Spiel 60 Minuten lang und verbreiten beste Laune.
Stavast schmunzelnd: „Sie haben vor dem Spiel ein bisschen was getrunken und dann gute Stimmung in die Halle gebracht. Das ist wirklich eine große Sache für uns, viele Freunde und Familien waren dabei. Sie sind gesprungen wie sie es sonst nicht tun. Sie haben uns die zehn Prozent extra gegeben, die uns heute den Sieg beschert haben.“
