Bielefeld. Wenn die Verantwortlichen des A-Ligisten SC Bielefeld auf die Hinrunde zurückblicken, dürfte ihnen warm ums Herz werden. Das vor der Saison ausgegebene Ziel, von Beginn an oben mitzuspielen, wurde erreicht. Mit 40 Punkten und nur einem Zähler Rückstand auf Spitzenreiter TuS Jöllenbeck überwintert das Team von Trainer Adis Hasic auf Tabellenplatz zwei – der Aufstieg bleibt greifbar nah.

Ein wesentlicher Grund für die starke Platzierung ist die Offensivkraft der Sudbracker. Mit 67 erzielten Treffern stellt der SCB nicht nur die beste Offensive der Liga, sondern auch mit 67:26 das beste Torverhältnis der Kreisliga A. Torjäger Volkan Ünal ist mit bislang 16 Treffern erneut ein verlässlicher Faktor. Zusätzlich haben Neuzugänge wie Daniel Steinbrück, Ömer Özilce, Jacob Jones und Besart Zeka die Qualität des Kaders spürbar erhöht.

Die hohe Qualität im Aufgebot bringt für Trainer Hasic jedoch auch Herausforderungen mit sich. „Niemand hat seinen Stammplatz sicher“, betont der Coach und verweist auf den gestiegenen Konkurrenzkampf. Gleichzeitig müsse er auch Spieler mit weniger Einsatzzeiten bei Laune halten. Verstärkt wird der Kader in der Winterpause noch durch Mittelfeldspieler Kutsal-Recep Bekmezci vom VfB Fichte, während Abwehrspieler Adam Mozolevskyi den Verein aus privaten Gründen verlassen hat.

Bielefelder Fußballer privat: SCB-Offensivkraft Volkan Ünal ist Torfabrik und Geheimnisträger

Fokus auf Aufstieg: SC Bielefeld blickt selbstbewusst nach vorn


SCB-Trainer Adis Hasic blickt optimistisch auf die verbleibenden Spiele. - © Andreas Zobe

SCB-Trainer Adis Hasic blickt optimistisch auf die verbleibenden Spiele.
| © Andreas Zobe

Mit großer Vorfreude schaut Adis Hasic auf die Rückrunde. In den anstehenden Testspielen will er die Weichen für den Re-Start der Kreisliga A stellen, der für den SC Bielefeld am 1. März mit einem Heimspiel gegen TuS 08 Senne I beginnt. Entscheidend werde sein, in jedem Spiel fokussiert zu bleiben und die zahlreichen Torchancen konsequent zu nutzen.

Ganz anders stellt sich die Situation beim SV Gadderbaum dar. Die Hinrunde verlief für den Traditionsverein mehr als enttäuschend. Mit nur neun Punkten aus 17 Spielen, einem Torverhältnis von 24:68 und deutlichem Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ist der SVG aktuelles Tabellenschlusslicht der Kreisliga A.

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Abstiegskampf pur: Gadderbaum sucht nach Stabilität

Die sportliche Misere kommt nicht überraschend. Vor allem die personellen Abgänge vor Saisonbeginn, insbesondere in der Offensive, wiegen schwer. Auch der erneute Trainerwechsel – Ivan Pacheco übernahm wieder von Kevin Folkerts – brachte bislang keine Trendwende. „Die Einsatzbereitschaft stimmt, aber nach vorne fehlt uns die Durchschlagskraft. Zudem bestrafen uns individuelle Fehler immer wieder“, analysiert Pacheco.

Trotz der schwierigen Ausgangslage gibt sich der Coach kämpferisch. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz – noch ist der Klassenerhalt rechnerisch möglich. Entsprechend intensiv arbeitet die Mannschaft in der Vorbereitung, um in der Rückrunde ein anderes Gesicht zu zeigen.

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Neuausrichtung beim SV Gadderbaum: Blick über die Saison hinaus

Unabhängig vom sportlichen Ausgang der Saison wird in Gadderbaum bereits an der Zukunft gearbeitet. Mit Maik Trüggelmann als neuem Vorsitzenden der Fußballabteilung wurden strukturelle Veränderungen angestoßen. Der Fokus soll wieder stärker auf den sportlichen Bereich und insbesondere auf die Jugendarbeit gelegt werden, um langfristig eigene Talente in den Seniorenbereich zu integrieren.

Ein erstes Testspiel absolvierte der SVG bereits beim TuS Friedrichsdorf. Zwar unterlag die Mannschaft beim B-Ligisten mit 3:6, doch Patrick Trüggelmann konnte mit drei Treffern zumindest ein positives Ausrufezeichen setzen.