
AUDIO: Festnahmen im Rockermilieu in Hamburg und SH (1 Min)
Stand: 21.01.2026 18:46 Uhr
Nach mehreren Hausdurchsuchungen in Schleswig-Holstein und Hamburg sitzen vier Personen aus dem Rockermilieu in Untersuchungshaft. Ihnen werden schwere Erpressung und Freiheitsberaubung vorgeworfen.
Ermittler haben am Mittwochmorgen sechs Gebäude in Quickborn (Kreis Pinneberg), Lübeck und Hamburg durchsucht. Wie die Polizei mitteilte, wurden dabei vier Personen zwischen 21 und 49 Jahren festgenommen. Sie stammen demnach aus dem Rockermilieu. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen räuberische Erpressung und Freiheitsberaubung vor. Die Beschuldigten wurden einem Richter am Amtsgericht Itzehoe (Kreis Steinburg) vorgeführt und sitzen nun in Untersuchungshaft.
Sechs Gebäude im Rockermilieu durchsucht
Nach Angaben der Beamten wurden bei dem Einsatz vier Objekte in Hamburg und je eines in Quickborn und Lübeck durchsucht. In Lübeck handelte es sich dabei um das Clubhaus einer Rockergruppierung. Die Beamten stellten bei der Durchsuchung Verstöße gegen das Waffengesetz fest. Außerdem wurden diverse Beweismittel sichergestellt.
Schwere Vorwürfe gegen Rocker
Die Kriminalpolizei ermittelt seit Ende vergangenen Jahres in dem Fall. Dabei geht es um den Verdacht der Erpressung unter Androhung von schwerer Gewalt sowie Freiheitsberaubung. Weitere Angaben wollten Polizei und Staatsanwaltschaft wegen der Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen.

Die Deutsche Bahn hat dafür ein Sofortprogramm gestartet. Damit sollen unter anderem mehr Sicherheitskräfte eingesetzt werden.

12.000 Menschen wurden laut Polizei bislang in Schleswig-Holstein kontrolliert. Viele Messer wurden gefunden – und es soll weitergehen.

Seit Ende 2024 ist in Schleswig-Holsteins Bussen und Bahnen das Führen von Messern verboten. Doch ist mit der Regelung alles klar?
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.01.2026 | 18:00 Uhr