Diese Rückkehr wird eine heiße Kiste. Jason Ceka (26) kommt am Samstagabend mit Dynamo Dresden zum 1. FC Magdeburg zurück. Dort, wo er mit dem Zweitliga-Aufstieg erst so viel erreichte und später böse abserviert wurde…

Witzig, dass der Rechtsaußen sein letztes Spiel im blau-weißen Trikot sogar vergessen hat. Kein Wunder: Es war mit der Magdeburger Reserve am 11. Mai 2025 gegen Grimma (6:1). „Ich kann mich nicht mehr erinnern“, sagt Ceka, als er danach gefragt wird.

Verrückt: Elfmal musste der Super-Techniker in der Oberliga ran, war der wohl teuerste Fünftliga-Kicker Deutschlands. Mit zehn Toren und vier Vorlagen knallte er die FCM-Bubis in die Regionalliga.

Bild aus erfolgreichen Tagen: Ceka war einst ein gefeierter Held beim 1. FC Magdeburg

Bild aus erfolgreichen Tagen: Ceka war einst ein gefeierter Held beim 1. FC Magdeburg

Foto: Ronny Hartmann

Über sein Ende in Magdeburg, als er nicht vorzeitig nach Elversberg wechseln durfte und seinen Vertrag abtrainieren musste, hatte sich Jason Ceka erst vor Kurzem in BILD geäußert und gemeint: „Es sind auch zwei, drei Sachen hinter den Kulissen passiert, über die ich nicht reden will.“

Jetzt steht aber das Wiedersehen im Ost-Kracher der 2. Liga – vor allem mit Kumpel Baris Atik (31) – im Vordergrund. Ceka: „Es ist natürlich ein besonderes Spiel. Wir haben ständig Kontakt. Er ist ein Straßenkicker. Manchmal weiß Baris selbst vorher gar nicht, was er macht, das ist alles instinktiv bei ihm.“

Duell der Zauberzwerge

Ex-Dynamo Atik gegen Ex-FCM-Star Ceka – das wird das Duell der Zauberzwerge. Beide sind 1,69 Meter groß – und Atik war bei der 3:0-Gala gegen Braunschweig mit einem Tor und einer Vorlage in Topverfassung. „Klar gibt es den einen oder anderen Move, den er gern macht. Aber wir werden ihn schon stoppen“, meint sein schwarz-gelber Herausforderer.

Jason Ceka (li.) und Baris Atik (re.) hatten beim Jubel oft viel Spaß zusammen

Jason Ceka (li.) und Baris Atik (re.) hatten beim Jubel oft viel Spaß zusammen

Foto: picture alliance/dpa

Weil Ceka auch den mittlerweile zum Coach der Profis beförderten Petrik Sander (65) von der FCM-Reserve kennt, wird er sich diese Woche noch einmal mit seinem Trainer Thomas Stamm (42) austauschen.

„Ich schaue mir noch viele Spiele von Magdeburg an. Sie spielen schon einen sehr guten Fußball. In der Hinrunde war ihr Problem, dass sie vorn die Tore nicht gemacht haben. Jetzt läuft es bei ihnen. Da wird schon was auf uns zukommen“, hat der Deutsch-Albaner auf jeden Fall gehörigen Respekt vorm Ex-Klub.

„Bei mir geht noch viel mehr“

Interessant: Mit der SV Elversberg war Ceka diese Saison schon in Magdeburg zu Gast, wurde beim 4:0-Triumph allerdings erst eine Minute vor Ende eingewechselt. Bei so einem Ergebnis könnten die meisten SGD-Fans wohl nächtelang vor Freude nicht schlafen.

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Jedenfalls ist das Wort der Stunde bei Dynamo Dresden Optimismus – und Ceka hat beim Sieg gegen Fürth (2:0) Anlauf für große Taten genommen. „Es war sehr lange her, dass ich in der 2. Liga von Beginn an auf dem Platz stand. Das war ein schönes Gefühl. Ich weiß, dass bei mir persönlich noch viel mehr geht. Es wird brennen, 20:30 Uhr, Primetime, da gibt’s kaum Besseres.“

Und hinsichtlich der Bedeutung für den Abstiegskampf sagt er: „Wir müssen jedes Spiel so angehen, als wäre es ein Finale.“ Vor allem für seine persönliche Revanche mit dem 1. FC Magdeburg hat die Partie auch Endspiel-Charakter …