Überweisungen auf das eigene Konto
Beamter betrügt Landeskasse um Millionen
22.01.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Fall am Landgericht Braunschweig: Ein Beamter hat eingeräumt, in mehr als tausend Fällen Geld aus der Landeskasse auf das eigene Konto überwiesen zu haben. (Quelle: Michael Matthey/dpa-bilder)
Ein 42-jährige Mitarbeiter hat zugegeben, 1,4 Millionen Euro aus der Landeskasse abgezweigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine mehrjährige Haftstrafe für den Angeklagten.
Ein Beamter des Sozialgerichts in Braunschweig hat eingeräumt, mehr als 1,4 Millionen Euro veruntreut zu haben. Das Urteil gegen den 42-Jährigen wird am Donnerstag um 9 Uhr im Landgericht erwartet.
Der Mann arbeitete in der Geschäftsstelle des Sozialgerichts und kannte sich mit der Vergütung von Anwälten bei der Prozesskostenhilfe aus. Seit Januar 2015 soll er Auszahlungen im Haushaltswirtschaftssystem auf das gemeinsam mit seiner Ehefrau geführte Konto veranlasst haben. Es handelte sich um viele kleine Überweisungen.
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen Untreue im besonders schweren Fall, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Für die angeklagte Ehefrau beantragten die Ankläger eine Gesamtstrafe von zwei Jahren wegen Geldwäsche, die zur Bewährung ausgesetzt werden soll.
Die Verteidigung des Angeklagten beantragte eine Strafe von maximal dreieinhalb Jahren. Für die Ehefrau wurde kein konkreter Strafantrag gestellt.
