Standdatum: 22. Januar 2026.

Eine Pflegekraft nimmt im DRK-Pflegezentrum Solferino eine Bewohnerin an der Hand.

Bundesweit zahlen Menschen 3.245 Euro für das erste Jahr in einem Alten- oder Pflegeheim. (Symbolbild)

Bild: dpa Bildfunk | Bernd Thissen

Auch in Niedersachsen müssen Heimbewohner tiefer in die Tasche greifen. Kann die Politik bald gegensteuern?

Pflege von alten oder kranken Menschen ist nicht nur ein ziemlicher Knochenjob – es ist auch sehr teuer. Das gilt besonders, wenn Menschen in Heimen leben oder leben müssen. In Bremen ist die Zuzahlung für Pflege im Heim am höchsten.

Im ersten Heimjahr lag sie laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen bei durchschnittlich 3.637 Euro im Monat. Das sind mit Stand 1. Januar gut fünf Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Auch in Niedersachsen ist der Betrag gestiegen. Dort zahlten Bewohnerinnen und Bewohner 2.903 Euro pro Monat. Ein Plus von gut zehn Prozent oder 264 Euro. Bundesweit wurden im Schnitt 3.245 Euro fällig.

Anpassungen gefordert

Die Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, sagte, es brauche eine nachhaltige Finanzierung der Pflege, die auch Pflegebedürftige in Heimen deutlich entlaste. Sie müssten für Investitions- und Ausbildungskosten aufkommen, die Sache des Staates seien.

„Wir fordern die Bundesländer auf, diese Kosten endlich zu übernehmen“, sagte Elsner. Die schwarz-rote Bundesregierung peilt in diesem Jahr eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung an.


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Quelle: Radio Bremen