
AUDIO: Katastrophenschutz: Zentraler Krisenstab soll Hamburger Infrastruktur schützen (1 Min)
Stand: 22.01.2026 07:48 Uhr
Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz will Hamburg einen Zentralen Krisenstab schaffen. Nach Angaben des Senats sind seit 2020 in Hamburg 40 linksextrem motivierte Angriffe auf die Infrastruktur gezählt worden.
Kein einziger der Anschläge von mutmaßlich linksextremistischen Tätern in Hamburg hatte ähnlich gravierende Auswirkungen wie der Anfang Januar in Berlin. In 29 Fällen waren Verkehrsmittel das Ziel, in vier Fällen die Energieversorgung.
Einen deutlichen Höhepunkt gab es 2021 mit 14 Vorfällen – seitdem sinken die Zahlen, so der Senat in einer Antwort an eine Anfrage der AfD.
Zentraler Krisenstab soll Koordinierung übernehmen
Insgesamt seien die Behörden bei Gefahrenabwehr und Störungsbeseitigung im Alltag gut aufgestellt, heißt es. Der Senat verweist auf 23 unterschiedliche Katastrophenschutzübungen in den vergangenen zehn Jahren.
Allerdings soll der Katastrophendienst der Innenbehörde zu einem Zentralen Krisenstab ausgebaut werden. Bei einem Blackout wie in Berlin würde von dort aus die Koordinierung aller Behörden und Dienststellen übernommen, um schneller reagieren zu können.
Die AfD bezweifelt, dass das ausreicht. Fraktionschef Dirk Nockemann fordert, schärfer gegen linken Extremismus vorzugehen, um die kritische Infrastruktur zu schützen.

Die Zahl der Gewalttaten ist verhältnismäßig niedrig, das Gefahrenpotenzial aber nicht: Aus Sicht des Extremismus-Experten muss der Linksextremismus sehr ernst genommen werden.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.01.2026 | 06:30 Uhr