Laura Siegemund schaut während der 2. Runde bei den Australian Open angespannt

Stand: 22.01.2026 07:40 Uhr

Laura Siegemund ist bei den Australian Open in der zweiten Runde etwas überraschend ausgeschieden. Die 37-Jährige verlor am Donnerstag gegen die australische Lokalmatadorin und Qualifikantin Maddison Inglis nach einer dramatischen und hochspannenden Partie in 3:20 Stunden mit 4:6, 7:6 (7:3) und 6:7 (7:10).

Die Zweitrunden-Begegnung hatte sich schon früh zu einem echten Marathon-Match entwickelt. Den ersten Satz verlor Siegemund mit 4:6, danach wurde die Begegnung immer emotionaler und dramatischer. Im zweiten Durchgang lag die Metzingerin bereits mit 5:2 vorne, gab dann aber vier Spiele am Stück ab und stand beim 5:6 auf einmal mit dem Rücken zur Wand. Siegemund bewies nun aber Nervenstärke, holte erst das 6:6 und gewann dann auch den Tiebreak.

Match-Tiebreak entscheidet Partie

Nicht nur das Spiel war spätestens zu diesem Zeitpunkt hochemotional, auch auf dem Court ging es heiß her. Eine Ermahnung von der Schiedsrichterin an Siegemund, eine Verwarnung wegen Zeitspiels, die australischen Zuschauer auf den Rängen, ein kleiner Disput bei einem Aufschlag taten ihr Übriges – die Anspannung war zum Greifen.

Der dritte Satz wurde dann zur Nervenschlacht. Siegemund lag bereits mit 5:3 vorne, entschieden war das Match damit aber nicht. Nun war es Inglis, die zurückfand, den Match-Tiebreak erzwang und in diesem dann das bessere Ende für sich hatte. Die Australierin nutzte ihren dritten Matchball per Überkopf-Rückhand-Volley zum 10:7 und beendete damit den Drittrunden-Traum von Siegemund.

Maddison Inglis fällt nach ihrem Matchball gegen Laura Siegemund emotional zu Boden

Siegemund wieder deutsche Nummer eins

Durch die Niederlage gegen die Nummer 168 der Welt ist nun keine Spielerin des Deutschen Tennis Bunds mehr in der Einzelkonkurrenz vertreten. Dennoch wird Siegemund nach dem Turnier in Melbourne wieder die deutsche Nummer eins sein, weil Eva Lys durch ihr Erstrundenaus viele Punkte verloren hat.