Von Claudia Hötzendorfer

Helle Räume, natürliche Materialen bei der Einrichtung und die Technik auf dem neusten Stand: So lässt sich die Ausstattung des neuen Schulungszentrums für Mitarbeiter der Diakonie in Kaiserswerth kurz zusammenfassen.

Nachdem die Buchhandlung an der Alten Landstraße 179 zum Bedauern vieler Kunden und der Nachbarschaft nach 180 Jahren schließen musste, weil sie trotz aller Bemühungen nicht mehr rentabel war, sollte der einstöckige Bau nicht ungenutzt bleiben.

Die Diakonie entschied, dass die Räume künftig für das Recruiting neuer Mitarbeiter, für Weiterbildungsangebote und als Ort des Austauschs für die bestehende Belegschaft genutzt werden soll. Nach rund einem halben Jahr Umbau war es jetzt so weit: Das K3 öffnete erstmals seine Pforten.

„Die drei Ks stehen für die drei Schwerpunkte Karriere, Netzwerken und Zukunft“, erklärt K3-Leiter Matthias Sandmann bei einem kleinen Rundgang durch seine neue Wirkstätte.

Auffällig ist das offene, fast schon loftartige Design des Hauptraums. In dessen Mitte lädt ein langer, leicht geschwungener Holztisch ebenso zum Verweilen ein wie zwei gemütliche Sitzbereiche. Ein Holz­tresen aus der alten Buchhandlung hat es ins neue Domizil geschafft. Er bildet jetzt den Empfang für die Besucher des K3. Die sollen – wenn es nach Matthias Sandmann geht – nicht nur Mitarbeiter der Diakonie sein, sondern auch Bewerberinnen und Bewerber für die zahlreichen Jobs, die zu vergeben sind. „Wir wollen ein Ort der Begegnungen sein und sind deshalb auch offen für die Nachbarschaft“, sagt Sandmann.

Die großen Fenster lassen viel Licht herein und lenken den Blick von innen hinaus ins Grüne. Zum Eingangsbereich gehört auch eine gut ausgestattete Küchenzeile. Das Recruiting hat modern ausgestattete Büros. Außerdem steht ein Schulungsraum mit einem großen Bildschirm zur Verfügung. „Der kann für Seminare, Meetings oder Besprechungen genutzt werden“, fährt der K3-Leiter fort.

Das interessiert Professor Joachim Cordes, der zur Eröffnung vorbeischaute. Er leitet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Florence-Nightingale-Krankenhaus und kann sich durchaus vorstellen, die Räume mit seinen Kollegen auch einmal zu nutzen.

Als noch Belletristik und Sachbücher das Bild bestimmten, war die Adresse Alte Landstraße 179 auch eine Anlaufstelle für alle, die sich für kulturelle Veranstaltungen begeistern konnten. Beispielsweise für Lesungen. Matthias Sandmann stellt in Aussicht, dass es künftig ähnliche Angebote auch im K3 geben wird, denn „natürlich möchten wir die Nachbarschaft mit einbeziehen, und wir liegen hier ja auch sehr zentral.“ Allerdings werde das wohl noch etwas dauern. Man will „erst einmal ankommen, sich einleben und Ideen sammeln“, sagt der Chef.

Aber ein wenig Kultur gibt es bereits. Die Künstlerin Annette Sandt bespielt mit ihren Bildern die Wände des K3. Noch bis Anfang Februar hat die Malerin im Mutterhaus der Diakonie eine Ausstellung. Da sie auf dem Gelände auch ihr Atelier hat, gefiel ihr die Idee, für die Eröffnung eine kleine Auswahl ihrer Werke zusammenzustellen.

Eine Wand ist der Geschichte des Ortes vorbehalten. „Wir wollten, dass sich die Historie im Haus widerspiegelt“, erklärt Sandmann und lässt seinen Blick durch den Raum schweifen. Das K3 soll auch Meetingpoint sein. Denn das Gelände der Diakonie ist sehr weitläufig. Da möchte das Team gern Orientierung bieten.