Airport Frankfurt
So soll KI die Kontrollen am Flughafen beschleunigen
22.01.2026 – 13:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen: Das neue System soll laut Betreiber Fraport die Vorgänge beschleunigen. (Quelle: Chris Christes/Fraport)
Am Flughafen Frankfurt prüft künftig Künstliche Intelligenz mit, ob Passagiere verbotene Gegenstände im Gepäck haben. Das System soll Kontrollen beschleunigen.
Am größten deutschen Flughafen kommt erstmals ein KI-System zur Erkennung verbotener Gegenstände im Handgepäck regulär zum Einsatz. Fraport und die Bundespolizei haben die Software APIDS („Automated Prohibited Item Detection System“) offiziell in den Regelbetrieb übernommen.
Das System analysiert automatisch Röntgenbilder aus den Handgepäck-Scannern und markiert Objekte, die potenziell nicht erlaubt sind – etwa Messer oder größere Flüssigkeitsbehälter. Die Entscheidung über eine Kontrolle trifft weiterhin das Sicherheitspersonal.
Alexander Laukenmann, Geschäftsbereichsleiter Aviation der Fraport AG, erklärt: „Das System unterstützt unsere Mitarbeitenden bei der Bildauswertung und trägt zu präziseren Kontrollen bei.“ Nach Angaben des Unternehmens soll APIDS die Arbeit an den Kontrollspuren beschleunigen und die Sicherheit verbessern.
Die Einführung folgt auf eine mehrmonatige Erprobungsphase, die von der Europäischen Union gefördert wurde. Dabei prüften Fraport und die Bundespolizei die technische Zuverlässigkeit und die Abläufe im Betrieb. Nach erfolgreicher Zertifizierung durch die Bundespolizei könne APIDS nun an allen Terminals eingesetzt werden – insgesamt an mehr als 50 CT-Scannern, auch im neuen Terminal 3, heißt es.
Seit der Übernahme der Luftsicherheitskontrollen investierte Fraport nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Euro in moderne Kontrolltechnik und neue Spurkonzepte. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist Teil dieser Modernisierung.
„Die enge Kooperation mit Fraport hat den Weg für die nationale Zulassung geebnet“, sagt Kerstin Kohlmetz, Präsidentin der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main. APIDS sei ein weiterer Schritt, um die Kontrollverfahren an Flughäfen sicherer und effizienter zu gestalten.
